Massenflucht vor Hurrikan

Zahlreiche Karibik-Staaten wappnen sich gegen den heraufziehenden Hurrikan «Matthew». Kuba will rund eine Million Menschen in Sicherheit bringen. Haiti stellt hunderte Notunterkünfte bereit. US-Experten sprechen von einem «mächtigen Sturm».

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Bildlegende: Von einem mächtigen Wirbelsturm sprechen US-Meteorologen. Keystone

Wegen des heranziehenden Hurrikans «Matthew» haben die kubanischen Behörden Teile der Küstenregionen der Karibikinsel evakuiert. Insgesamt würden rund eine Million Menschen in Sicherheit gebracht, teilte die Regierung mit. Die US-Streitkräfte zogen nicht-notwendiges Personal von der Militärbasis Guantánamo ab.

Windspitzen bis zu 230 Stundenkilometern

Das Zentrum von «Matthew» lag am Sonntagmittag (Ortszeit) 535 Kilometer süd-südwestlich der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince und 475 Kilometer süd-südöstlich von Kingston in Jamaika. Der Wirbelsturm der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde dürfte starken Regen und hohe Wellen mit sich bringen.

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Bildlegende: Bedrohlich dunkle Wolken als Vorboten des Wirbelsturms in Kingston, Jamaika. Keystone

«Matthew» gilt als einer der stärksten Wirbelstürme der letzten Jahre.

1300 Notunterkünfte in Haiti

Besonders in Haiti werden starke Niederschläge und Überschwemmungen erwartet. Die Behörden auf der Insel haben rund 1300 Notunterkünfte bereit gestellt. Sie sollen bis zu 340'000 Menschen aufnehmen können. Über die Medien werden die Menschen aufgefordert, sich dorthin zu begeben. Die ersten Ausläufer des Hurrikans wurden am Sonntagabend (Ortszeit) in Jamaika und Haiti sowie am Montag in Kuba erwartet.

«Einige Schwankungen in der Intensität sind in den nächsten Tagen möglich, aber wir gehen davon aus, dass ‹Matthew› bis Dienstag ein mächtiger Hurrikan bleibt», betonen Experten des US-Hurrikan-Zentrums.