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Panorama «Maven» kreist nun um den Mars

Zehn Monate war sie unterwegs – jetzt ist die Nasa-Sonde «Maven» in der Umlaufbahn des Mars angekommen. Ein Jahr lang soll sie erforschen, warum es kein Leben auf dem Roten Planeten gibt.

Legende: Video «Neue Marsmission der Nasa» abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 22.09.2014.

Nach einer zehnmonatigen und 711 Millionen Kilometer langen Reise ist die US-Forschungssonde «Maven» in den Orbit des Mars eingetreten. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, hat die Sonde den Orbit des Roten Planeten erreicht. Die rund elf Meter lange Sonde war im November an Bord einer Atlas-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet.

Nasa-Forscher wollen die Instrumente von «Maven» sechs Wochen lang testen, um sie dann in ihre endgültige Umlaufbahn zu bringen. «Maven» soll den Mars in einem Abstand von 150 bis 6000 Kilometern ein Jahr lang umkreisen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mars ursprünglich eine mächtigere Atmosphäre und Wasser auf der Oberfläche hatte. Die rund 500 Millionen Euro teure Mission soll nun klären, wie es dazu kam, dass sich auf dem Mars kein Leben entwickeln oder halten konnte.

Hauptsache: dabei sein

Auf dem Mars rollen bereits Forschungsroboter «Curiosity» und sein Vorgänger «Opportunity», zudem kreisen mehrere Orbiter um den Planeten.

Am Mittwoch soll auch die indische Sonde «Mangalyaan» (Hindi für Mars-Fahrzeug) in eine Umlaufbahn um den Planeten einschwenken. Die Geräte an Bord sollen die Atmosphäre und die Oberfläche des Himmelskörpers studieren, bahnbrechende Ergebnisse werden davon eher nicht erwartet.

Sonde «Maven»

«Maven» steht für «Mars Atmosphere and Volatile Evolution». Zu Deutsch: «Entwicklung der Atmosphäre und der flüchtigen Bestandteile des Mars».

8 Kommentare

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  • Kommentar von michael fischbacher, nidau
    Endlich wissen wir, wie unsere Erde in ein paar Jahren aussieht!
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  • Kommentar von Peter Schuler, Bern
    Ich nehme dann die Weltraumforschung ernster, wenn sie mir eins erklären können: Wie sieht es dort genau aus, wo das Weltall offenbar endet. Was ist dort genau. Und meine eigentliche Frage: und was kommt danach. Also es endet ja - und dann? Was ist nach dem Punkt, wo es endet?? Das hätte ich gerne mal beantwortet von einem der denkt, er verstehe das All total.(als Metapher:steht dort ein Schild "Ende des Alls"? dann wüsste ich gerne, an was es dahinter befestigt ist, denn da sei ja"nichts"mehr).
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    1. Antwort von Tom Rosen, Erlenbach
      500 Zeichen Blogfunktion reichen da bei eher rudimentären Vorwissen wohl nicht. Aber einen Tipp gibts für Sie: googlen sie den Begriff Multiversum. Ist der letzte Stand der Wissenschaft. Ich erkläre auch nicht, in welchen Disziplinen das aktuell diskutiert wird - arbeiten Sie sich da mal durch. Es wird komplex, kann ich Ihnen sagen aber nach einigen Jahren Studium erhalten Sie die Antworten, die Sie suchen. Reduziert uns nach Heliozentrik usw. zwar immer weiter. Aber das war ja zu erwarten.
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    2. Antwort von Peter Schuler, Bern
      Die Idee Multiversum verlagert die gleiche Problematik nur einen Schritt weiter. (Weil wir 1 Universum nicht verstehen und darum mehrere konstruieren sind wir trotzdem nicht weiter). Die 4. Dimension leuchtet mir auch ein, ist spannend. Das Problem ist einfach: dies alles sind abstrakte mathematische Konzepte und in solchen theoretischen Übungen mit Formeln und Gleichungen finden wir nach mir nie die Antwort auf die eigentlichen Fragen.Ich weiss die Lösung auch nicht, aber dies ist der Holzweg.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Warum der stark elliptische Orbit zwischen 144 km und 6228 km über der Marsoberfläche? Eine direkte Antwort fand ich durch browsen auch nicht. Aufgrund der Instrumente an Bord zur gemeinsamen Erfassung der Gase in der oberen Atmosphäre, des Sonnenwinds und der Ionosphäre macht dieser Orbit aber Sinn. Wozu aber der Aufwand? Wir haben ja nicht mal Antworten zu vielen irdischen Fragestellungen. Nun, ohne dies hätten wir wohl auch keine Handys, GPS, Mikrowelle und Teflonbratpfannen auf Erden ;-)
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    1. Antwort von Tom Rosen, Erlenbach
      Wir hätten auch keine Computertomographie und beim Röntgen würde man uns wie vor 50 Jahren mehr Schaden als nützen und ja auch kein GPS, wodurch Schifffahrt und Fliegen wesentlich sicherer wurde und ja, auch Handys, ohne die die Menschen in abgelegenen Drittweltregionen immer noch ahnungslos und arztlos wären. Alles in allem hat uns die Wissenschaft der Raumfahrt viele abermillionen Leben gerettet und wichtige Impulse für die Entwicklung gegeben. Ich weiss, das ist abstrakt. Aber so ist die Welt
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    2. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Will ich ja ausdrücken und danke Tom Rosen, für die Ergänzung. Unser 500-Zeichen Limit, verhindert jegliches tiefgehendes eintauchen zu Sachverhalten, auch wenn man Floskeln und Wortbiegungen sparsam anwendet. Tja, X-Rays und meine Füsse in neuen Schuhen im Schuhgeschäft, kenne ich noch aus den 60-er Jahren zu W’thur live. Da wurden Röntgenstrahlen wie Zuckerwolle an der Chilbi/Albanifest gehandhabt. Zum Glück sind Füsse strahlungs/temperaturmässig im Gegensatz zu Kopf/Abdomen recht resistent.
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