Weichspüler-RS? Mehr Erholung, mehr Muskeln und mehr «Lohn» sollen helfen

Die Armee kämpft mit einem Rekrutierungsproblem. Die Gründe sind vielfältig: Zahlreiche Rekruten brechen die Rekrutenschule (RS) ab, viele rücken gar nie ein. Rund 3000 junge Männer entscheiden sich von vornherein für den Zivildienst. Nun soll mehr Schlaf und mehr «Lohn» helfen.

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Die Ausgangslage:

Heute würden 3000 Rekruten aus gesundheitlichen Gründen während der RS ausgemustert, 500 gingen in den Zivildienst, sagte der Kommandant Heer, Daniel Baumgartner, in der «NZZ».

Die Anforderungen überforderten viele. «Hier müssen wir mehr Rücksicht nehmen.»

Der Plan:

  • Rekruten sollen sich besser erholen können. «Unsere Gesellschaft ist sich einen Dienstbetrieb von 6 bis 23 Uhr schlicht nicht mehr gewohnt.»
  • Auch bei der Fitness wrid angesetzt. Bevor die Rekruten grossen körperlichen Belastungen ausgesetzt werden, müsse deren Muskulatur «gestärkt» werden.
  • Um die Kaderausbildung attraktiver zu machen, gibt es neu Ausbildungsgutschriften. Dazu stehen mehrere Millionen zur Verfügung, um die zivile Weiterbildung von Armeeangehörigen zu bezahlen.

Der Vorwurf:

Von einer «Weichspüler-RS» will Baumgartner nichts wissen. Es gehe um angepasste Leistungen. «Wir müssen die Jungen so nehmen, wie sie sind.»