Mit den Skiern von Zermatt nach Verbier

53 Kilometer mitten durch die Alpen legen die Athleten der Patrouille des Glaciers zurück. Einen Wettkampf im Hochgebirge durchzuführen, ist nicht einfach. Höchste Priorität hat für die Armee als Veranstalterin die Sicherheit der Teilnehmer.

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Das härteste Skitourenrennen der Welt

3:42 min, aus 10vor10 vom 20.4.2016

Es ist ein Wettkampf wie viele und doch unterscheidet er sich in so manchem: Auf dem Bildschirm in der Militärzentrale in Sion laufen die ersten Bilder der Patrouille des Glaciers. Fast 5000 Athleten sind zu Fuss und per Ski auf dem Weg von Zermatt nach Verbier. Per Funk stehen die Armeeangehörigen vor dem Bildschirm mit den Streckenposten in Kontakt und würden so erfahren, wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Die Armee organisiert den Hochgebirgswettkampf seit Jahren.

Um die Sicherheit auf den Pisten zu gewährleisten, haben die Vorbereitungen bereits früh begonnen. Auf dem letzten grossen Anstieg vor der Abfahrt nach Verbier, auf dem Rosablanche auf über 3300 Metern über Meer, hat die Armee 1282 Stufen in den Schnee gebaut. Diese sollen Stürze der Athleten verhindern, die hier mit den Skiern am Rücken zu Fuss aufsteigen. Und wegen Neuschnees einige Tage vor dem Rennen hat die Armee Lawinensprengungen gemacht.

Doch in diesem Jahr bereiten die Schnee- und Wetterverhältnisse dem Sicherheitschef Jean-Michel Bournissen weniger Sorgen als in vergangenen. 2012 etwa musste die Patrouille des Glaciers abgebrochen werden, weil Sturm und Nebel die Sicht auf wenige Meter beschränkten.

Berühmte Teilnehmer

Mehr Sorgen bereiten Bournissen Athleten, die sich selber über- und das Rennen unterschätzen: «Manche haben nur im flachen Gelände trainiert und kommen im Gebirge an ihre Grenzen.»

Eine, die sich nicht überschätzt hat, ist Pippa Middleton, Schwester von Herzogin Kate. Sie hat das Ziel zusammen mit ihren beiden Teammitgliedern nach 14 Stunden und 53 Minuten erreicht. Doch auch sie erlebte die Patrouille des Glaciers als Herausforderung: «Ich habe den starken Aufstieg unterschätzt. Das war das härteste Rennen meines Lebens.»