Modemacher im Visier der Steuerfahnder

So nobel, wie der Name Dolce & Gabbana klingt, sind die beiden Designer offenbar nicht. Domenico Dolce und Stefano Gabbana sind wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Auf Luxus müssen vorerst aber nicht verzichten.

Die beiden italienischen Designer Domenico Dolce (rechts) und Stefano Gabbana (links). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die beiden italienischen Designer Domenico Dolce (rechts) und Stefano Gabbana (links). Keystone

Ganz neu ist die Masche der beiden Modeschöpfer nicht. Gemäss den Richtern in Mailand verkaufte das Designer-Duo 2004 seine Marke Dolce & Gabbana an die in Luxemburg ansässige Holding-Firma Gado. Zweck sei es gewesen, Steuern auf Lizenzeinnahmen über etwa eine Milliarde Euro zu umgehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert. Das Gericht in Mailand verurteilte die Designer zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt sind.

Dolce und Gabbana waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Sie weisen die Vorwürfe zurück. Wegen der langjährigen Berufungsverfahren in Italien werden die Strafen nach Einschätzung von Experten wohl kaum rechtswirksam werden.