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Der letzte Flug Nasa-Sonde «Cassini» ist auf dem Saturn verglüht

Legende: Video «Das Ende der Raumsonde «Cassini»» abspielen. Laufzeit 2:08 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.09.2017.
  • Rund 20 Jahre nach ihrem Start ist die Raumsonde «Cassini» kontrolliert auf den Saturn gestürzt.
  • Um 13.55 Uhr MESZ verglühte die Sonde in der Atmosphäre des Saturns.
  • «Cassini» war 1997 gestartet und 2004 in der Umlaufbahn des Saturn angekommen. Nun ist ihr der Sprit ausgegangen.

Kurz vor ihrem kontrollierten Absturz hat die Sonde «Cassini» dessen Mond Titan noch einen «Abschiedskuss» gegeben. «Cassini» habe sich dem Titan am Montag auf rund 120'000 Kilometer angenähert, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

«Langzeitbeziehung mit Titan»

Hunderte Male war «Cassini» im Lauf der 13 Jahre dauernden Mission über den Titan hinweggeflogen, dieses letzte Mal hatten die Nasa-Wissenschaftler als «Abschiedskuss» betitelt. «Cassini ist mit Titan in einer Langzeitbeziehung, mit einem neuen Rendezvous fast jeden Monat seit mehr als einem Jahrzehnt», sagte Missionsleiter Earl Maize.

«Dieses letzte Treffen war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber wie immer im Verlauf der Mission sendet die Schwerkraft von Titan Cassini dahin, wo sie hin soll.»

Arbeit bis zum Ende

«Cassinis» Ende erfolgte rund 20 Jahre nach ihrem Start mit einem kontrollierten Absturz in den Saturn stürzen. Bis zuletzt arbeiteten mehrere wissenschaftliche Instrumente an Bord der Sonde und sendeten Daten zur Erde.

Zum Abschluss der Mission war die Sonde 22 Mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgetaucht - eine Region, in die sich zuvor noch nie eine Sonde vorgewagt hatte. Das Verglühen sollte auch dafür sorgen, dass keine Bakterien auf dem Saturn Verbreitung finden.

Daten und Fakten zur «Cassini»-Mission:

  • Die Sonde wog 12'600 Kilogramm. Sie war rund sieben Meter lang.
  • 27 Länder sind an der Mission beteiligt.
  • Rund 8 Milliarden Kilometer hat die Sonde zurückgelegt und dabei 294 Mal den Saturn umrundet.
  • «Cassini» hat 2,5 Millionen Befehle ausgeführt.
  • 635 Gigabytes an wissenschaftlichen Daten hat die Sonde gesammelt und 453'048 Fotos gemacht
  • Bau und Betrieb der Sonde kosteten insgesamt mehr als 3 Milliarden Dollar.
Infografik: Cassini

7 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Auf der Erde verrecken die Menschen, weil sie kein Geld haben, um an Essen und sauberes Wasser zu kommen, aber im Weltraum toben sich technikgeile Astro-Bubis aus, die uns ein unvorstellbar teures Theater als wissenschaftlich notwendige Forschung andrehen. Aber was haben wir davon, zu wissen, dass irgendeine im All schwirrende Kugel möglicherweise Wasser enthalten könnte? Es ist absolut unnützes Wissen.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli (thkaepp)
      Gehe im Kerngehalt Ihrer Aussage einig Achim Frill. Die globale Güterverteilung (Waren und Dienstleistungen) befindet sich in arger Schieflage. Selber in einem Drittland mit Mangel an sauberen Trinkwasser aus lausiger Infrastruktur von der Strasse konfrontiert, nützt mir das Wissen um H2O auf einem fernen Planeten im All auch nichts. Dieses aber an high-tech-Wissenschaft fest zu machen, ist zu kurz gegriffen. Viel Elend auf Erden hat einen kausalen Zusammenhang mit Unwissen und Ignoranz.
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Aha, vor 20 Jahren gestartet ..... Wer glaubt eigentlich diesen Quatsch??
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    1. Antwort von Mike Pünt (Scientist)
      Die Sonde nahms halt gemütlich. Sie hättens bis zum Saturn bestimmt in zwei Tagen geschafft...
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    2. Antwort von W Streuli (Wernu)
      ®Hr.M.Bäumle ich war zwar live vor Ort,als die Sonden Cassini & Huygens vor 20 Jahren ins All gestartet sind,aber ich glaube schon daran,die Bilder die wir zu sehen bekamen waren echt spektakulär,vorallem von den Ringen des Saturns,sowie über den Mond Titan,Dank der Sonde Huygens, Danke für den Beitrag SRF. Es ist immer wieder faszinierend, hie und da solche Beiträge zu verfolgen
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    3. Antwort von Jeanôt Cohen (Jeanot)
      Sind Sie in der Lage auch nur ein Beweis, oder wenigstens ein echt gutes Argument zu liefern, die ihre Unterstellung belegt? Oder ist das nur dummes gereden?!
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    4. Antwort von Karl Paul (Karl Paul)
      @Räumelt: Es gibt Sachen, die muss man glauben. Und es gibt Sachen, die muss man verstehen.
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