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Post-Päckli jetzt doch teurer
Aus Espresso vom 13.01.2022.
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Paketpreise Selber frankierte Päckli werden teurer

Von wegen Paketpreise bleiben gleich: A- und B-Post Pakete mit Online-Frankatur werden mehrheitlich teurer.

Noch im August letzten Jahres schrieb die Post in ihrer Medienmitteilung zur Erhöhung der Tarife bei A- und B-Post Briefen: «Die Paketpreise bleiben unverändert». Aufgrund des guten Halbjahresergebnisses könne man die Paketpreise derzeit unverändert lassen, wurde Post-Chef Roberto Cirillo damals zitiert.

Von wegen Paketpreise bleiben gleich

Dass die Preise offenbar doch nicht ganz «unverändert» sind, hat eine Postkundin aus dem Kanton St.Gallen kürzlich bemerkt. Beim selber Frankieren eines B-Post-Pakets unter zwei Kilogramm bemerkte sie, dass das Paket neu 5.95 Franken kostet – statt wie bisher 5.50 Franken. Das entspricht einem Aufschlag von acht Prozent. Bei den online frankierten A-Post Paketen zwischen zwei und 10 Kilogramm beträgt der Aufschlag 16 Prozent.

Online-Rabatt fällt bei gewissen A-Post Paketen ganz weg

Die Postkundin fragt sich im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso»: «Habe ich eine Information übersehen oder nicht erhalten? Oder wieso wurde das nirgends kommuniziert?» Immerhin gewährt die Post bei online frankierten B-Post-Paketen nach wie vor einen Rabatt im Vergleich zu den «normalen» Paketen, die am Schalter abgegeben werden. Bei A-Post Päckli zwischen zwei und zehn Kilo fällt dieser Unterschied ganz weg: Hier gibt es keinen Rabatt mehr fürs selber Frankieren. 

Pakete: Diese Online-Tarife gelten neu

Rot markiert = teurer als bisher
Grün markiert = günstiger als bisher

*Maximalmasse Länge 250 cm, Gurtmass 400 cm (2 × Höhe, 2 × Breite + 1 × längste Seite)

Trotz weniger Aufwand höhere Preise

Ein Mehraufwand für die Post könne ja nicht der Grund sein für den Aufschlag, findet die Kundin. Denn Adresse, Absender, Gewicht und Grösse eingeben, zahlen, Etikette ausdrucken und aufkleben – das mache sie ja alles selber. «Bei gewissen Poststellen muss man die Pakete zum Teil gleich auch noch selber einscannen und in einen Kasten stellen». Für die Post definitiv weniger Aufwand als bei einem Paket, das am Schalter aufgegeben wird. Weshalb erhöht die Post also ausgerechnet bei diesen Paketen die Preise?

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Post: Es geht um Gerechtigkeit zwischen Privat- und KMU-Kunden

In der Vergangenheit habe das Rabattsystem bei den Online-Paketen zu einer Ungerechtigkeit zwischen Privat- und Geschäfts-Kunden geführt, sagt Post-Sprecherin Léa Wertheimer. Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die Tausende Pakete im Jahr verschickten, bezahlten vorher pro Paket mehr als ein Privatkunde, der einmal im Jahr ein Paket online selber frankierte. Mit dem neuen Rabattsystem habe man diese Ungerechtigkeit in Absprache mit dem Preisüberwacher korrigiert. «Für den Privatkunden bedeutet es, dass einige Pakete künftig etwas teurer, andere aber günstiger sind», erklärt die Post-Sprecherin.

Für den Privatkunden bedeutet es, dass einige Pakete künftig etwas teurer, andere aber günstiger sind
Autor: Léa Wertheimer Post-Sprecherin

Zum Vorwurf, die Post habe diese Änderung bewusst nicht kommuniziert, sagt das Unternehmen, man habe das zumindest indirekt auf der Webseite publiziert.

Neu 15 Prozent Rabatt für (fast) alle Online-Pakete

Neu gilt für online frankierte Pakete ein Rabatt von pauschal 15 Prozent. Ausser bei den A-Post Paketen zwischen zwei und 10 Kilogramm: Hier gibt es gar keinen Rabatt mehr.

Grosspakete und Sperrgut werden günstiger

Die neue Regelung findet die Postkundin aus St.Gallen verwirrend. Und auch etwas paradox: Preise für Pakete, die am Schalter Aufwand verursachen, bleiben gleich. Die Preise für selber frankierte Pakete werden mehrheitlich teurer. Ausser bei Paketen um 30 Kilogramm und Sperrgut: Diese sind neu etwas günstiger.  

Espresso, 13.01.22, 08:13 Uhr

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25 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalten an dieser Stelle, bedanken uns für die Diskussionen und wünschen Ihnen einen angenehmen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Das ist die perfekte Marktwirtschaft: Zuerst Bonus für das Online-Ding, dan werden die Schalter wegen wenigrgebrauch geschlossen, und dann wieder rauf mit dem Preis für Online-Dienste! Figge-Mühle nennt man dies im Spiel.
    Bei den Banken gehts genau so: Muss niemand meinen, onlinebanking bleibt gratis. Man siehts ja wie es von der EC zur Debitkarte gewinnerin bleibt die Bank. Immer.
    Wer online"dienste" beansprucht oder gar einfordert muss sich nicht wundern wenn er am Ende das Nachsehen hat .
  • Kommentar von Paul Hänger  (basilea@gmx.de)
    Ein kleines Paket nach Deutschland aus der Schweiz kostet locker fast 30 CHF. Dasselbe über der Grenze auf der Post nur rund ein Zehntel dieses Preises!