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Panorama Papst verkündet Weihnachtsbotschaft

Prunk liebt er nicht, doch die festliche Zeremonie im geschmückten Petersdom ist unabdingbar: Franziskus feiert erstmals als Papst die Geburt Jesu. Die Welt mit ihrer Finsternis brauche Licht, sagt er.

Papst Franziskus küsst das Jesuskind.
Legende: Papst Franziskus bei seiner ersten Mitternachtsmesse. Keystone

Tausende Gläubige hatten den Papst begrüsst, als er zweieinhalb Stunden vor Mitternacht für die traditionelle Mitternachtsmesse in die Basilika einzog.

Für den Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist es die erste Weihnacht als Oberhaupt der katholischen Weltkirche. Die Messe zur Erinnerung an die Geburt Christi vor 2000 Jahren wurde in mehr als 50 Länder und live im Internet übertragen.

Jesus kein Meister der Weisheit

In den Mittelpunkt seiner kurzen Predigt, Link öffnet in einem neuen Fenster stellte Franziskus die Armen und Ausgegrenzten. Die armen Hirten aus Bethlehem seien die ersten gewesen, die die Nachricht von der Geburt Jesu erhalten hätten, sagte Franziskus. «Sie waren die ersten, weil sie unter den letzten waren, den Ausgegrenzten.» Jesus sei «kein Meister der Weisheit» gewesen oder «ein Ideal, von dem wir wissen, dass wir uns davon unerbittlich entfernt haben», sagte Franziskus. In Jesus sei «die Gnade erschienen, die Zärtlichkeit, die Barmherzigkeit».

Zahlreiche Gläubige verfolgten die Zeremonie draussen auf dem Petersplatz, auf dem Bildschirme aufgestellt sind.

Legende: Video Benedikt trifft Franziskus abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.12.2013.

Kerze für den Frieden

Auf dem weiten Petersplatz vor der Basilica erstrahlte der prunkvoll geschmückte Weihnachtsbaum in festlichem Glanz. Wenige Schritte entfernt wurde am Abend die monumentale Krippenlandschaft enthüllt.

Als Zeichen des Friedens liess Franziskus vor der neapolitanischen Krippe mit 16 lebensgrossen Figuren eine Kerze entzünden. Die Kulisse für die Figuren in neapolitanischer Tracht zeigt eine typische Landschaft Kampaniens.

Franziskus bei Benedikt

Einen Abend vor Beginn der Weihnachtsfeierlichkeiten hatte Papst Franziskus seinen Vorgänger Benedikt XVI. in dessen Residenz in der Vatikanstadt besucht. Franziskus habe dem emeritierten Papst seine «besten Wünsche» für die Weihnachtszeit überbracht, teilte der Vatikan mit.

Vom Vatikan veröffentlichte Fotos zeigten die beiden Kirchenmänner beim gemeinsamen Gebet in einer kleinen Kapelle sowie beim Plausch auf einem Sofa. Beide trugen eine weisse Soutane (ein knöchellanges Obergewand).

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11 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Da ist einmal ein fortschrittlicher und mutiger Mann zum Papst gewählt worden. Für mich ist ER das Ereignis das Jahren 2013. Es ist zu wünschen, dass dieser Mann noch lange lebt und geistig gesund bleibt, damit er die katholische Kirche aus ihrem rückwärtsgerichteten Dauerschlaf aufweckt. Wenn dieser Mann nun an der Weihnachtsfeier einen Knaben küsst, so deswegen, weil Jesus Christus ein Knabe war. Alle lächerlichen Anspielungen deswegen in diesem Forum zeugen von wenig Verstand und Toleranz.
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  • Kommentar von Karl Paul, St. Gallen
    Ich hoffe mal, das Bild mit dem älteren Herrn und dem Baby ist eine satirisch gemeinte Fotomontage von SRF und kein Original?!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Naja @Thomas Zweifler & Antonio De Cristofaro, man kann die Symbolik im Bild durchaus zweifach deuten. Selber bekennender (nicht ganz pflegeleichter, schon gar nicht mit Name Thomas) Katholik, sehe ich mal den ergebenen Jesus der seinen Jünger die Füsse wäscht und sie küsst. Daneben ganz weltlich und tabuisierte Probleme unserer fehlbaren Vertreter Gottes. Hand aufs Herz. In welcher Konfession wandeln keine schwarzen Schafe? Und unter Atheisten?? Mein Richter ist nur mein Schöpfer.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bundey
      T.Käppeli,gäbe es einen Schöpfer,was niemand genau weiss,wäre es doch in seinem Sinn,die ganze Schöpfung,nicht nur den Menschen,zu erhalten.Mio Katholiken,bes.in Entw'ländern,folgen Papst+Bibel:"Mehret euch u.macht euch die Erde untertan",setzen pro Sek.3 chancenlose "Geschöpfe Gottes"in die Welt.Längst wäre es päpstl.Pflicht gewesen,nicht nur den westl.Konsum anzuprangern,sondern auch die Unvereinbarkeit Überbevölkerung mit Lebensgrundlage,ohne sie die Krone der Schöpfung zukunftslos sein wird.
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    2. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      @Beppie Hermann, nicht "was niemand genau weiss" sondern, überhaupt niemand weiss... inklusive unser Papst. Explizit die Aussage: "macht Euch die Erde untertan," eckt bei mir (aus Lebenserfahrung) voll an und wir beide blasen aus demselben Horn. Würden wir aber nur die 10 Gebote aus dem AT strikte einhalten, wäre das obige weitgehend gelöst. Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, Ihr incrédulo Tomás
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