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Panorama Patientendaten von Michael Schumacher gestohlen

Der Unglücksfall von Michael Schumacher bekommt eine neue Dimension. Patientendaten und Dokumente zu seinem tragischen Unfall sollen gestohlen worden sein. Das Spital in Grenoble hat bereits Ermittlungsbehörden eingeschaltet. Medienvertretern sollen Unterlagen angeboten worden sein.

Frau umringt von Menschen und Mikrofonen
Legende: Schumis Managerin drohte Medien bereits mit einer Anzeige, wenn sie Daten veröffentlichen. Reuters

Seit einigen Tagen erhalten Medienvertreter nach Angaben von Schumachers Managerin entsprechende Dokumente oder Daten zum Kauf angeboten. Die Anbieter behaupteten, es handle sich um Schumachers Patientenakte, teilte Sabine Kehm mit.

Computersystem wird durchforstet

Sie könne nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt seien. Tatsächlich seien jedoch medizinische Unterlagen gestohlen worden, die Ermittlungsbehörden seien eingeschaltet. Aus Polizeikreisen in Grenoble verlautete, das dortige Universitätsspital habe den Diebstahl des Dossiers in der vergangenen Woche nach Schumachers Verlegung in das Lausanner Universitätsspital angezeigt.

Die Zeitung «Dauphiné Libéré» berichtete, auch Schumachers Schweizer Anwälte hätten Anzeige erstattet. Laut der Regionalzeitung wurden die ersten zwei Seiten einer rund zehnseitigen Akte gestohlen. Das Computersystem des Klinikums werde auf einen möglichen Hackerangriff oder unbefugten Zugang untersucht.

Managerin droht mit Anzeige

Schumachers Managerin warnte Medien vor dem Ankauf der Unterlagen. Der Kauf sowie die Veröffentlichung der Patientenakte seien verboten. Daten aus der Akte seien höchst vertraulich und dürften der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden. Kehm kündigte Strafanzeige gegen jegliche Veröffentlichung von Inhalten aus den Akten an.

Laut «Bild.de» fordern die Anbieter der Dokumente mindestens 60'000 Franken. Schumacher war nach seinem schweren Skiunfall Ende Dezember sechs Monate lang im Universitätsklinikum von Grenoble behandelt worden. Vergangene Woche wurde er zur Rehabilitation nach Lausanne verlegt. Nach Angaben seines Managements ist er nicht mehr im Koma.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Die Schlamperei allerorts geht weiter ! darum schütze sich wer kann !
    1. Antwort von UdoGerschler , Frankenberg
      Das ist keine Schlamperei .Der Handel mit gestohlenen Daten und deren Weiterverkauf ist Politisch (z.B.Deutschland)abgesegnet und gefördert. So pervers es auch ist.
    2. Antwort von B. Küng , Biel
      Gerschler, was hat eine Krankenakte, egal von wem, mit einer Steuerdaten-CD zu tun? D kauf zu Recht Steuerdaten-CD's um Steuerbetrügern, welche die Allgemeinheit bestehlen, einen Riegel zu schieben. Das Klauen einer Krankenakte eines Prominenten um den Voyeurismus des Pöbels zu befriedigen ist hingegen eine verdammte Sauerei.
  • Kommentar von Kurt Burkhard , Auenstein
    Schumacher nerft nur noch !
    1. Antwort von Doris Loegel , Fulenbach
      Herr Burkhard, Ihren Kommentar zu diesem Ereignis finde ich persönlich schäbig, genauso wie die Likes von Personen, welche offenbar wie Sie Person und Ereignis nicht auseinander halten können. Unabhängig davon, ob Sie Michael Schumacher mögen, obwohl Sie ihn vermutlich nicht mal persönlich kennen, sind solche Negativ- und Hasskommentare für die leidgeprüften Angehörigen sehr schmerzlich. Haben Sie sich schon mal überlegt, wie es wäre, wenn so über ihre Familienmitglieder geschrieben würde?
    2. Antwort von Bernhard Lüthi , Affeltrangen
      Danke an Herrn Keller für diese Intervention. Ich kann mich mit der Formel 1 und anderen änlichen Sportarten nicht anfreunden, jedoch zählt hier dies nicht. Es geht um einen Menschen mit seinen Angehörigen. Der gilt in gewissen Kreisen als ein Idol. Wäre dies nicht so, würde keine Zeile in den Medien geschrieben. Seine Berümtheit empfinde ich in diesem Moment als grossen Nachteil.
  • Kommentar von Markus Alexander Keller , Pfäffikon SZ
    Unglaublich, zu welchen Handlungen gewisse Menschen fähig sind. Aus den Schicksalsschlägen anderer Kapital schlagen zu wollen, ist so ziemlich das niedrigste Verhalten dieser Spezies. Einfach nur traurig.