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Panorama «Playboy»: Schluss mit nackt

Der «Playboy» will weniger nackte Frauen zeigen. Das Magazin bekommt ein Face-Lifting und will sauberer werden – wegen der Konkurrenz von Nacktbildern durch das Internet.

Legende: Video Keine «blutten Füdlis» mehr beim Playboy abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.10.2015.

Einst hatte der «Playboy» Nacktheit salonfähig gemacht. Im Internetzeitalter scheint das Konzept der Zeitschrift nun überholt. Deshalb sollen die Frauen demnächst ein wenig Kleidung tragen.

Seit Jahrzehnten erfreut das amerikanische «Playboy»-Magazin die Männerwelt mit Hochglanzbildern komplett entblösster Frauenkörper – aber damit soll bald Schluss sein. Wegen der wachsenden Konkurrenz im Internet werde die berühmte Zeitschrift ab kommendem Frühjahr komplett neu gestaltet, berichtete die «New York Times». Zwar würden Frauen weiter in provokativen Posen gezeigt, jedoch sollen sie nicht mehr völlig nackt abgebildet werden.

Nach Schätzungen der Medienorganisation «Alliance for Audited Media» ist die Auflage des Magazins von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800 000 geschrumpft.

Ein Mann hält eine Playboy-Zeitschrift in der Hand
Legende: In Zukunft nur noch angezogen: Marilyn Monroe posiert in der ersten Ausgabe des «Playboy». Keystone

Zeiten haben sich geändert

«Playboy»-Gründer Hugh Hefner (89) habe einem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redakteure zugestimmt, hiess es. «Sauberer und moderner» laute das Konzept des neuen Stils.

Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte «Playboy»-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der «Playboy» schon lange gewonnen. «Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen», so Flanders. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

Jugendfrei unterwegs

Bereits im vergangenen Jahr hatten die «Playboy»-Macher die Webseite jugendfreier gestaltet, um auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv sein zu dürfen. Nun soll die Print-Ausgabe folgen. «Der Zwölfjährige in mir ist sehr enttäuscht», sagte Redakteur Cory Jones, der Hefner die Idee zur Umgestaltung unterbreitet hatte. «Aber es ist die richtige Entscheidung.»

Hefner hatte den «Playboy» 1953 erstmals herausgebracht. Auf der Titelseite posierte damals keine Geringere als Marilyn Monroe, die sich in einer für heutige Verhältnisse eher züchtigen schwarz-weissen Robe ablichten liess. Später hatten auch Ikonen wie Madonna, Sharon Stone und Naomi Campbell die Hüllen fallen lassen, um im «Playboy» die Männerfantasien zu beflügeln.

Nackig in Deutschland

Die deutsche Ausgabe des «Playboy» wird weiterhin nackte Frauen im Heft zeigen. Das sagte der Chefredaktor von Playboy Deutschland, Florian Boitin. «Auf die Ausrichtung und die Gestaltung des deutschen ‹Playboy› hat die Entscheidung der Amerikaner keinen Einfluss. Wir halten an unserem erfolgreichen Konzept auch in Zukunft fest», sagte er.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    ??? Nein, es ist nicht der 1. April! Ich gehöre nicht zu den Käufern sogenannter "Herrenmagazine" (ja, das ist die Wahrheit)! Aber wenn im Militärdienst auf dem Wachtlokal der Playboy herumlag, habe ich ihn gern gelesen... nein: angeschaut. Mir gefiel, dass er die Frauen wortwörtlich so zeigte, wie "Gott sie erschaffen" hatte - natürlich und ohne abstossende Accessoires oder "Reiz"wäsche. Was für mich auch mit Wertschätzung der Frauen zu tun hat. Ein verhüllender "Playboy" wird kaum überleben.
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
    Aufgrund des fortgeschrittenen Alters ist das eher ein Blähboy geworden.. ach wie die Zeit doch vergeht.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Woher kennen Sie meinen Bauch??? ;-))
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    PS.. nun denn wenn ich angezogene Frauen sehen will... gehe ich ins Einkaufszentrum oder in die Stadtmitte zur Hauptverkehrszeit.. so gesehen hat der alte neue Playboy wohl ausgedient.. und nackte Personen.. da gibts genug im Internet wie Playboy herausgefunden hat.. na und schoener wie interessanter sind sie ueber die Jahre auch nicht geworden.. die sind sich immer gleich, na ja.. die Entdeckerzeit vor so 60 Jahren.. die ist entgueltig vorbei,. alles wiederholt sich, (trotzdem nicht langweilig)
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