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Nach wie vor Ärger mit Salt-Roaminggebühren
Aus Espresso vom 26.07.2021.
abspielen. Laufzeit 05:53 Minuten.
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Revidiertes Fernmeldegesetz Roaming-Kosten können die Ferien noch immer vermiesen

Das neue Fernmeldegesetze soll besser vor horrenden Roamingkosten schützen. Das klappt bei Salt nicht wirklich.

Auf der Webseite verspricht Telekomanbieter Salt: «Keine bösen Überraschungen!». Seit der Anpassung des Fernmeldegesetzes können Kundinnen und Kunden die Limite für die Roamingkosten nach eigenem Ermessen anpassen. Damit werden die Roamingkosten für die Telefonie und das Surfen im Ausland zu einem bestimmten Betrag beschränkt. Nur: Nicht alle Konsumentinnen und Konsumenten kennen diese neue Option.   

Wird diese Limite für Roamingkosten nicht angepasst, so greift die vom Telekomanbieter vorgegeben Standardlimite. Bei Salt liegt diese bei 500 Franken für mobile Daten. Andere Anbieter haben standardmässig deutlich tiefere Limiten.

Böse Überraschung in den Ferien

Die hohe Limite wurde verschiedenen Salt-Kundinnen und Kunden zum Verhängnis, wie sie dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichten. Eine Hörerin erzählt, sie sei auf Sardinien am Shoppen gewesen, als ihr innerhalb weniger Minuten Daten im Wert von 500 Franken verrechnet worden seien. Ihr Mobiltelefon hatte die währenddessen in der Tasche. Die Warnhinweise von Salt, die ebenfalls innerhalb weniger Minuten bei ihr eingegangen waren, habe sie daher nicht gesehen.

Besonders stossend: Die Salt-Kundin hatte vorgängig ein Datenpaket (1GB) gelöst. Doch damit ist man bei Salt vor zusätzlichen Kosten nicht geschützt. Denn sind die Daten aus dem Paket aufgebraucht, wird Roaming zum Standardtarif verrechnet. Und dieser ist derart teuer, dass die Limite von 500 Franken innert kürzester Zeit erreicht ist.

Salt bleibt hartnäckig

Mit der bestehenden Limite von 500 Franken lässt Salt seine Kunden weiterhin ins offene Messer laufen. Eine Anpassung der Limite sei nicht vorgesehen, schreibt Salt in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Kundinnen und Kunden seien mit den Konditionen des Roamingdienstes vertraut und könnten die Limite anpassen. Immerhin: Neukunden müssen bei Vertragsabschluss zwingend eine Limite für die Roamingkosten festlegen.

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Trotz neuen Regeln: Roaming-Kosten vermiesen die Ferien
11:30 min, aus Espresso vom 26.07.2021.
abspielen. Laufzeit 11:30 Minuten.

Espresso, 25.07.21, 08:13 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Mark Keller  (mkel)
    Diese absichtlichen Kostenfallen sind ein Ärgernis und gehören definitiv bekämpft. Trotzdem muss man sich auch fragen, weshalb einige Konsumenten immer wieder ins Messer laufen. Roaming ist seit Jahren ein Thema und auch wenn man sich nicht gross damit auskennt, dürfte die Kombination "Roaming = teuer" allen bekannt sein. Man HAT die Möglichkeiten, diese Kostenfallen zu umgehen, man muss diese halt nutzen. In der Regel beschäftigt man sich 1x damit und hat dann Ruhe. Seien sie nicht naiv.
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Stossend ist im Beispiel doch, dass die Kundin ein TB gelöst hatte und daher dachte nun auf der sicheren Seite zu sein.
  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Ein bisschen Arbeit welches Ärger sparen kann: Das erste was man bei einem neuen Vertrag oder Gerät machen soll ist alle Einstellungen im Portal und Gerät durchgehen, um sicherzustellen, dass alles dicht ist. Ohne das ist es das nicht wirklich. Offensichtlich von den Gesellschaften beabsichtigt, sonst würden sie es anders machen.
  • Kommentar von Werner Ammann  (W.A.)
    Der wirkliche Skandal sind die horrenden Standard Tarife die mit den wirklichen Kosten überhaupt nichts mehr zu tun haben. Das ist eigentlich Wucher.