Ein Zarenreich für die Südsee? Russe plant Kleinstaat im Pazifik

Auf dem Inselstaat Kiribati wird das Angebot ernsthaft geprüft. Doch vor dem Untergang schützt das nicht.

Der Inselstaat Kiribati. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der reiche Russe will auf drei Inseln von Kiribati investieren – in Schulen, Spitäler und Solaranlagen. Keystone

Anton Bakow will das russische Zarenreich neu auferstehen lassen. So weit so gut. Doch Bakow denkt dabei nicht an sein Heimatland Russland, sondern an den Inselstaat Kiribati in der Südsee – 13'500 Kilometer entfernt vom Kreml.

Kaufangebot eingereicht

Für seine Pläne will Bakow drei der 33 Kiribati-Inseln kaufen. Das neue Zarenreich soll dann, erläutert er, eine «eigenständige Verwaltungseinheit in freier Verbindung mit der Republik Kiribati» sein.

Bakow traf sich bereits mit Kiribatis Präsidenten, um die Dinge voranzubringen. Der Russe stellte den Insulanern mehrere 100 Millionen Dollar in Aussicht.

Anstieg des Meeresspiegels befürchtet

Das Angebot wird nun von der Regierung geprüft. Der Präsident hat dazu eine Arbeitsgruppe gegründet.

Doch selbst wenn Bakow mit seinen Plänen Erfolg hätte: Eine sichere Zukunft garantiert das nicht. Kiribati gehört zu den Ländern, die vom Klimawandel am schlimmsten betroffen sind. Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, könnte dem Zarenreich abermals der Untergang drohen – dieses Mal im wahrsten Sinne des Wortes.