Verbotene Satire Russland will nicht, dass geschminkter Putin geteilt wird

Das Teilen eines Bilds von einem geschminkten russischen Präsidenten wird als extremistisch eingestuft.

Protestplakat mit Putin-Clown-Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Teilen verboten: Das Make-up impliziere eine «nicht dem Standard entsprechende sexuelle Orientierung». Getty Images

Das Teilen eines Bilds von einem geschminkten Wladimir Putin ist in Russland strafbar. Laut verschiedenen Medienberichten setzte das Justizministerium das Bild offiziell auf den Index von verbotenen extremistischen Inhalten.

Das Bild ist bei mehreren Protesten gegen das Gesetz der «Homosexuellen-Propaganda», welches seit 2013 öffentliche Reden über gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellt, aufgetaucht.

Das Netz reagiert

Im Internet wurde nach dem Verbot das Bild ausserhalb Russlands noch intensiver geteilt. Auch der US-Satiriker Stephen Colbert reagierte und präsentierte den russischen Präsidenten in seiner Late Night Show als Schwulen-Ikone. «Noch sind wir Amerika und können tun und lassen was wir wollen. Deswegen haben wir das Bild von Vladimir Putin neu interpretiert.»

Dabei ist ein farbenprächtiges Video entstanden.