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Panorama Schiffsunfall auf dem Zürichsee: Drei Schwerverletzte

Aus noch ungeklärten Gründen ist ein Schiff der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft in Küsnacht (ZH) ungebremst gegen den Steg geprallt. 10 Personen wurden verletzt. Indem der Kapitän die Wartenden am Steg rechtzeitig warnte, konnte er ein schlimmes Unglück verhindern.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, kurz nach 13 Uhr. Bei der Anlegestelle Küsnacht prallte das Motorschiff «Albis» gegen den Steg.

Küchenangestellter erlitt schwere Verbrennungen

Legende: Video Schiffsunfall bei Küsnacht abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.04.2016.

10 Personen wurden bei dem Unfall verletzt, drei davon schwer. Zum Zeitpunkt des Unfalls seien etwa 60 Passagiere an Bord gewesen, heisst es bei der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) auf Anfrage von Radio SRF. Das Schiff bietet Platz für rund 300 Menschen. Mehrere Ambulanzfahrzeuge waren vor Ort, um die Verletzten zu bergen. Ein Mann, der in der Küche arbeitete, erlitt bei dem Unfall schwere Verbrennungen. Er wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen, teilt die Kantonspolizei Zürich mit.

Der Kapitän warnte die Menschen auf dem Steg

Warum die Crew des Schiffes die Geschwindigkeit nicht rechtzeitig drosselte, ist noch unklar und wird durch Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft untersucht.

Eine Augenzeugin sagte gegenüber einem Reporter von Radio SRF, das Schiff sei ungebremst gegen den Steg gedonnert. Der Kapitän habe aber noch rechtzeitig «Achtung, Achtung!» gerufen. So sei Schlimmeres verhindert worden.

Weshalb der Unfall geschah ist noch unklar. Als mögliche Ursache kommen ein Ausfall der Ruderanlage oder ein Motorenschaden infrage. Aufschluss darüber erhofft man sich von der Aussage des Kapitäns. Dieser wurde beim Aufprall selber verletzt und soll so bald wie möglich polizeilich befragt werden. Über den Schaden am Schiff kann die ZSG noch keine Angaben machen. Gemäss deren Angaben ist der Kapitän seit vielen Jahren im Dienst.

Seltene Unfälle

Unfälle mit Verletzten sind auf dem Zürichsee selten. Aber im Juli 2015 wurde bei der Durchfahrt durch den 20 Meter schmalen Hurdenkanal zwischen Pfäffikon und Altendorf (SZ) der Raddampfer «Stadt Rapperswil» von einer Windböe erfasst und lief auf Grund. Am Dampfer entstand ein Schaden von rund 300'000 Franken.

Im April 2014 fuhr am Zürcher Bürkliplatz das Motorschiff «Limmat» beim Anlegen in die Quaimauer. Fünf Fahrgäste wurden verletzt. Am Schiffsbug entstand ein Sachschaden von rund 50'000 Franken. Ebenfalls beim Bürkliplatz kollidierte im August 2008 die «Panta Rhei» mit der Quaimauer. Zwei Tage später war das Schiff bereits wieder auf Kurs.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: Auch ich war heute auf dem See mit DS Unterwalden. Dort erfuhr ich vom Unfall der MS Albis. Die Nachricht verbreitete sich mit Windeseile auf dem Schiff. Auf dem Vierwaldstättersee können sich die Passagiere sicher fühlen. Dies zeigt sich besonders bei stürmischem See, wenn die Kapitäne die Schiffe mit höchster Professionalität und sicherer Hand durch die wogende See steuern und dabei immer auch ein wachsames Auge auf ihre Schützlinge, die Fahrgäste werfen. .
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Das ist ja der reinste Geeisteres, der Zürisee. Es ist schon merkwürdig, dass dort so viele Schiffsunfälle passieren. Liegt es an der mangelnden Ausbildung, oder an unqualifiziertem Personal, oder gar an mangelnder Sorgfalt der Schiffe? Früher passierten auch auf den Vierlwaldstätterseeschiffen Kollisionen. Doch damals kam es vor, dass die Kapitäne und Schiffsführer zu häufig ins Glas geschaut hatten und dann etwas orientierungsschwach waren. Heute sind wir stolz auf unsere Supermannschaften.
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