Schneefall steigert Lawinengefahr

Im Westen und Süden fällt seit Montag immer wieder Regen und Schnee – teilweise besteht in den Bergen sogar grosse Lawinengefahr. Auch im Norden sinkt die Schneefallgrenze stetig.

Frau mit Hund läuft durch eine verscheite Landschaft Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ende Oktober kündigte sich der Winter bereits einmal an. Jetzt soll es wieder bis ins Flachland schneien. Keystone/Archiv

Ein Mittelmeertief führt seit Montag viel feuchte Luft zu den Alpen. In den letzten 72 Stunden fielen im Tessin zwischen 70 und knapp 150 Millimeter Niederschlag.

Hohe Lawinengefahr

Bis Donnerstagmittag muss nochmals mit 60 bis 100 Millimetern gerechnet werden. Bereits am Dienstagabend kam es bei Ponte Tresa zu einem ersten Erdrutsch. Weitere Murgänge können nicht ausgeschlossen werden.

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November-Wetter

Temperaturen wie im Frühling – das ist das Fazit des November-Wetters. Fast der ganze Monat war zu mild, und dies wird im November allmählich zu Regel. Schon in den vergangenen Jahren war der November meist überdurchschnittlich warm.

Die Schneefallgrenze liegt im Süden zwischen 900 Metern in der Leventina und 1700 Metern im Engadin. Zusammen mit den ergiebigen Niederschlägen besteht in den Bergen des Mittel- und Nordtessins sowie im südlichen Wallis, im Averstal, Misox und Bergell sowie im Berninamassiv grosse Lawinengefahr – die zweithöchste Stufe auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Das teilt das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut. Im Simplonmassiv und auf den Tessiner Bergen gab es in den letzten 24 Stunden bis 60 Zentimeter Neuschnee.

Schnee bis ins Flachland

Am Mittwochmorgen schneite es auf den Jurahöhen bereits bis auf 900 Meter herunter. Damit nicht genug: Bis zum Abend sinkt dort die Schneefallgrenze auf rund 700 Meter. In den Alpen liegt die Schneefallgrenze zunächst noch bei 1000 bis 1400 Metern.