Zum Inhalt springen

Panorama Schweizer Zoll beschlagnahmt eine Million Placebo-Pillen

Grosser Fang am Flughafen Zürich: Die Behörden haben eine Ladung gefälschter Tabletten sichergestellt. Es handelt sich um mehr als eine Million Placebos des angstlösenden Präparats Xanax. Schweizer Patienten sind nicht betroffen.

Legende: Video «Grosser Fang am Flughafen Zürich» abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.10.2013.

Am Flughafen Zürich haben die Behörden mehr als eine Million Fälschungen des Mittels Xanax sichergestellt. Dieses wird gegen starke Ängste verschrieben. «Es ist ein Riesenfang», bilanziert Daniel Lüthi vom Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Es sei auch insofern ein besonderer Fang, weil es sich nicht um ein sogenanntes «Lifestyle-Produkt» gehandelt habe, wie Erektionsförderer oder Tabletten zur Gewichtsreduzierung, sondern um Psychopharmaka, sagt Lüthi weiter.

Verfahren eröffnet

Die Ladung war im Transit von China nach Ägypten unterwegs gewesen. «Von blossem Auge war aber absolut nicht zu erkennen, dass es sich um Fälschungen handelt», erzählt Lüthi weiter. Verpackung und Packungsbeilagen seien perfekt kopiert worden. Analysen ergaben, dass in den Tabletten überhaupt kein Wirkstoff enthalten war.

Weshalb den Zöllnern die vier Paletten mit einem Gesamtgewicht von über 400 Kilogramm aufgefallen waren, geben diese aus ermittlungstechnischen Gründen nicht bekannt.

Swissmedic informierte die internationalen Behörden, insbesondere die Gesundheitsbehörden von Ägypten und China. Zudem eröffnete das Heilmittelinstitut ein Verwaltungsverfahren und verfügte die Vernichtung der Ware. Patienten in der Schweiz seien nicht betroffen, heisst es bei Swissmedic.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von kari huber, surin
    Ich bezweifle, dass diese Sendung für den ägyptischen Markt bestimmt war. Eher werden von dort aus per Schmuggel und Internethandel Menschen geneppt, welche die Medikamente schwarz beziehen möchten. Und wer etwas schwarz ergattern will, bekommt es eben nur von schwarzen Schafen - und wird fast immer hereingelegt. Was den Kreis schliesst :).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Den Chinesen ist nicht zu trauen. Einmal mehr scheint sich der Warnslogan der 50er und 60er Jahre "China, die gelbe Gefahr" zu bewahrheiten. Es ist haarsträubend, dass die westliche Welt mit einer solch unseriösen, korrupten Wirtschaftsmacht kooperieren will.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen