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Schwingfest: Camper brauchen grosses Portemonnaie
Aus Espresso vom 25.08.2016.
abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
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Panorama Schwingfest: Camper brauchen grosses Portemonnaie

Die Organisatoren des Eidgenössischen Schwingfestes in Estavayer bieten 20‘000 Schlafplätze auf ihrem Fest-Campingplatz an. Trotz wenig Komfort werden die Gäste kräftig zur Kasse gebeten.

Vor sechs Jahren kostete eine Nacht im Zelt auf dem Festgelände des Eidgenössischen in Frauenfeld noch 20 Franken, inklusive Frühstück. Für einen Campingbus oder Wohnwagen betrug die Abgabe 30 Franken, unabhängig der Anzahl Personen, die darin übernachteten. In Burgdorf 2013 erlebten die Schwingfans einen kräftigen Preisschub. Und nun in Estavayer haben sich die Preise für die Camper auf sehr hohem Niveau stabilisiert.

Eine Übernachtung im Zelt kostet 30 Franken pro Person (ohne Frühstück), für einen Wohnwagen wird ein Zuschlag von 30 Franken pro Nacht erhoben. Hinzu kommen Reservationsgebühren. Vier Personen, die am Freitag anreisen und zusammen in einem Zelt schlafen, bezahlen damit stolze 260 Franken. Wenn sie mit einem Campingbus oder Wohnwagen anreisen, werden 325 Franken fällig. Es gibt weder Wasser- noch Stromanschluss. Dusch- und WC-Anlagen stehen zur Verfügung.

Teurer Spass

Schon im Vorfeld des Eidgenössischen in Burgdorf 2013 gaben die hohen Preise für Camper viel zu reden. Alles werde immer teurer, gibt die OK-Chefin des ESAF in Estavayer, Isabelle Emmenegger, lapidar zu bedenken: «Vor sechs Jahren waren auch die Krankenkassenprämien noch günstiger. Das Leben wird nicht billiger.»

Emmenegger lässt den Vergleich mit herkömmlichen Campingplätzen nicht zu: «Wir müssen eine Infrastruktur für 20‘000 Personen aus dem Boden stampfen und ein paar Tage später wieder zurückgeben. Deshalb müssen wir auch ganz anders rechnen als diese, um zumindest unsere Kosten decken zu können.»

Immerhin: Wer bereits am Donnerstag mit Zelt und Schlafsack anreist, bezahlt für diese Zusatznacht nichts.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Haller  (Walter Haller)
    Dass dieses sogenannte «Volksfest» über Tradition und Brauchtum längst zur durchkommerzialiserten Abzockerei verkommen ist sieht doch jeder. Die wenig feinsinnige und unsensible Bemerkung der «Direktorin» Emmegger - das Läbe sich ja nid beuiger worde - zeigt deutlich welcher Geist in diesem Management vorherrscht. Interessant wäre mal eine offene Rechnung über den Event - also eine transparente Aufstellung wohin und in welche Taschen eigentlich diese Millionenbeträge fliessen.
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  • Kommentar von Andreas Hossmann  (Andreas Hossmann)
    Die Preise sind ja im Vorfeld kommuniziert worden. Es ist also freiwillig, wenn jemand dort campen geht. Mann muss beachten ein Budget von 29.5 Mio. Franken muss je irgendwie Financier werden,ansonsten muss wider den Staat dafür aufkommen. Wem das zu teuer ist kann es ja zuhause im TV schauen und Wasser vom Hanen Trinken, und wenn du mal reich sterben wirst freuen sich die Erben.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Haben Sie schon einmal betrachtet, wie dieses Budget zu Stande kommt? Die nationalen Grossanlässe sind von den internationalen Sportanlässen nicht mehr weit entfernt: Mehr, grösser, attraktiver - und damit "besser" als die Vorgänger. Wohin das führt, sehen wir an verschiedenen ehemaligen Veranstaltungsorten von Sportanlässen. Einziger Unterschied: Die Infrastruktur eines Schwingfestes kann wieder komplett rückgebaut werden.
  • Kommentar von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
    Wann endlich begreifen die Leute, dass es auch bei den noch so hoch gelobten CH- Eigenheiten und -Werten nur um Kohle geht? Braucht es wirklich noch deutlichere Zeichen?
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