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Solar Impulse 2 Piccard muss mit «Solar Impulse 2» der Kälte trotzen

Das Solarflugzeug des Schweizer Abenteurers Bertrand Piccard ist zur fünften Etappe der geplanten Weltumrundung gestartet. Der Flieger hob am Sonntagabend in Burma ab und ist nun unterwegs nach China.

Legende: Video Solar Impulse 2: Der 19-Stunden-Flug abspielen. Laufzeit 1:05 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 30.03.2015.

Das Solarflugzeug «Solar Impulse 2» ist am Sonntag um 23.06 Uhr MESZ von Mandalay in Burma nach China gestartet. Vor dieser fünften Etappe seiner Weltumrundung hatte der Flieger einen zehntägigen Zwischenstopp einlegen müssen, um auf besseres Wetter in Südwestchina zu warten.

«Solar Impulse 2» hat einen rund 19-stündigen Flug nach Chongqing vor sich. Die Flugstrecke beträgt 1375 Kilometer. Im Cockpit sitzt diesmal Bertrand Piccard. Er und sein Kollege André Borschberg wollen in fünf Monaten die Welt umrunden – aufgeteilt in zwölf Etappen und angetrieben nur von Solarenergie.

Wegen eines Schadens an einer Solarzelle fehlen dem Flugzeug zwei Prozent der sonst zur Verfügung stehenden Energie. Das Problem habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht repariert werden können, berichtete die «Solar Impulse 2»-Flugkontrolle am Sonntagabend. Eine einzelne Zelle könne nicht einfach ausgewechselt werden, so dass acht Zellen abgeschaltet werden mussten.

Ein weisses, langes Zelt als Hangar für das Solarflugzeug mit seinen langen Flügeln.
Legende: Nach dem Zwischenstopp in Chongqing geht die Reise weiter über den Pazifik in Richtung USA. Keystone

Minus 20 Grad im Cockpit erwartet

Mit der ersten Erdumrundung wollen Piccard und sein Abenteurer-Kollege André Boschberg für den Einsatz von Sonnenenergie werben. «Das Wetter ist gut», sagte Piccard vor dem Start in den frühen Morgenstunden (Ortszeit).

Allerdings werde mit viel Wind und hohen Wolken gerechnet, so dass der Flieger diesmal in sehr grosser Höhe fliegen müsse, um über den Wolken zu bleiben. Für Piccard wird der Flug deshalb eine besondere physische Herausforderung sein – mit dem Einsatz von Sauerstoff im drucklosen Cockpit und bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Jaeger, Wildwil
    In 5 Monaten die Welt umrunden ist ja eigentlich nichts wirklich Sensationelles. (Vor Hundert Jahren war "in 80 Tagen um die Welt" ein Rekord). Dazu muss ein Riesen Betreuungsteam mitreisen und zwar mit konventionellen Reisemitteln. In der Summe hat diese Solar Weltumrundung dann ein x-fach mehr an Energie verschlungen als eine Concorde. Kommt mir vor wie BR Leuenberger, der damals mit grosser Propaganda im Zug an die Klimakonferenz reiste; und sich dann mit dem Privat-Jet wieder abholen liess.
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    1. Antwort von Flow Lennon, Langenthal
      Sie sehen wahrscheinlich den Sinn dahinter nicht. Es geht darum, der Welt zu zeigen, das es mit Sonnenenergie möglich ist eine solche Leistung zu vollbringen. Vielleicht werden wir in ca in 40 Jahren, wenn es praktisch kein Erdöl mehr gibt, zurück schauen und sehen, das diese Pionierarbeit etwas ins Rollen gebracht hat. Also ein wenig mehr Optimismus für alternative Enegien!
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