Storch im Stress

In der Schweiz sind im vergangenen Jahr womöglich so viele Babys zur Welt gekommen wie schon lange nicht mehr. Darauf deuten zumindest die ersten Meldungen grosser Spitäler hin. Bern und Genf melden Rekorde, in Basel waren es so viele Babys wie zuletzt in den sechziger Jahren.

Zwei Neugeborene liegen in einem Spitalbett. Eins ist wach, das andere schlummert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neugeborene im Spital: Mehrere grosse Kliniken melden Geburtenrekorde für 2015. Keystone

In der Schweiz sind im vergangenen Jahr sehr wahrscheinlich mehr Kinder zur Welt gekommen als im Jahr zuvor. Zwar liegt noch keine gesamtschweizerische Statistik vor. Allerdings melden gleich mehrere Spitäler neue Geburtenrekorde. Und in vielen anderen Kliniken lag die Zahl der Neugeborenen auf hohem Niveau.

Mehr als 4000 Babys am Genfer Unispital

Rekorde meldeten zum Beispiel die Berner Inselspitalgruppe und das Genfer Universitätsspital. In den Insel-Geburtsabteilungen in Bern und Münsingen kamen im vergangenen Jahr insgesamt 2313 Babys zur Welt. In Genf waren es 4142 Kinder. Dort wurde wegen der zunehmenden Zahl der Geburten die Kapazitäten ausgebaut.

Im Universitätsspital Basel kamen 2015 so viele Babys zur Welt wie seit 43 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden 2519 neue Erdenbürger gezählt. Durchschnittlich waren es sieben am Tag – allerdings mit grösseren Ausreissern: So kamen am 11. August gleich 16 Kinder zur Welt. Das Bürgerspital Solothurn und das Kantonsspital Olten verzeichneten einen Kindersegen wie zuletzt 2006. Die Zahl stieg um sieben Prozent auf 1365 Babys.

Elena und Liam

Auch die diversen Kliniken der Hirslanden Gruppe im Land meldeten zahlreiche Geburten. Landesweit begrüssten sie 6210 neue Erdenbürger. Die Hirslanden-Kliniken erhoben auch gleich noch die beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen schwangen Elena, Mia, Anna und Sophie obenauf. Die neugeborenen Knaben heissen am häufigsten Liam, Ben und Dario.

Das Spital Uster (ZH) meldet Aaron, Luca und Sofia als häufigste Babynamen. Insgesamt kamen dort 934 Kinder zur Welt, fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Wie schon 2014 waren es mit 488 mehr Buben als Mädchen (446). Am meisten Kinder kamen mit 92 im Mai zur Welt, am wenigsten mit 60 im November. Auch ein Christkind gab es in Uster: Am Weihnachtsabend wurde ein Mädchen geboren.