Swinger-Schiff sorgt für rote Köpfe

Bereits zum vierten Mal in Folge sticht «Das Schiff» diesen Sommer in den Bodensee. Nun soll plötzlich damit Schluss sein.

Frauen mit nackten Beinen. Daneben ein Mann mit Hosen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Über 400 Swinger-Freudige sind in diesem Jahr mit von der Partie. Keystone

Die Dreamteam Erotik-Events veranstaltet seit vier Jahren Swinger-Partys auf dem Bodensee. Ende August ist es wieder soweit: «Das Schiff», die MS Schwaben der Bodensee-Schifffahrt (BSB), sticht wieder in See.

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Wer ist ein Swinger?

Swinger ist eine Bezeichnung für Menschen, die ihre Sexualität frei und ohne Einschränkungen mit verschiedenen Partnern ausleben. Dies findet jenseits konventioneller Moralvorstellungen und gesellschaftlicher Tabus statt, die das Sexualverhalten regulieren.

Das Event scheint beliebt. 463 Swinger-Freunde sind angemeldet.

Weniger begeistert sind Politiker beidseits des Sees. Der Stadtammann von Romanshorn wäre froh, wenn die Party nicht stattfinden würde, erklärte er in der «Thurgauer Zeitung». Als liberaler Politiker wolle er zwar nicht vorschreiben, was man machen dürfte. Aber Swingen im öffentlichen Raum? Das geht dem FDP-Mann dann doch zu weit.

Auch der Konstanzer Oberbürgermeister und Verwaltungsratspräsident der BSB, Uli Burchard, würde die Veranstaltung gerne streichen. Mehrere Politiker hatten ihn zuvor wissen lassen, dass sie eine Sexparty auf einem BSB-Schiff nicht dulden.

Der Veranstalter der Swinger-Party, Thomas Weiss, versteht die Welt nicht mehr. «Wir tun nichts Illegales, aber werden wie Kriminelle behandelt», so Weiss in «20 Minuten». Er wirft den Politikern vor, vom Swingen schlicht keine Ahnung zu haben.