Tank leer: Satellit stürzt ab

Der Satellit «Goce» hat keinen Sprit mehr. In wenigen Wochen wird er deshalb in der Atmosphäre verglühen – zumindest der grösste Teil davon. Gewisse Teile des Vermessungssatelliten könnten auf die Erde prallen.

Satellit GOCE im All mit der Erde im Hintergrund Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Er hat vier Jahre lang die Welt vermessen. Jetzt ist Schluss. Der Sprit ist alle. Keystone

Der Tank ist leer. Der Vermessungssatellit «Goce» hat seit gestern Montag keinen Treibstoff mehr. Damit ist seine Mission zu Ende. Das teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Goce hatte mit Messungen des Schwerefelds ein genaues Höhenprofil der Erde erstellt.

Mit diesen Daten können unterschiedliche Höhenangaben von Bergen vereinheitlicht werden. Zudem dokumentierte der Satellit auch den Anstieg des Meeresspiegels und Veränderungen der Meeresströmung. Angaben, die für die Berechnung von Klimamodellen wichtig sind.

Nun, zum Schluss seiner Vermessungsmission wird der Satellit in rund zwei Wochen in der Erdatmosphäre in Stücke zerbrechen. Ein Grossteil der Überreste wird verglühen. Verschiedene Schrottteile könnten aber auf die Erde treffen, sagt die Weltraumorganisation Esa. Sie geht aber davon aus, dass die meisten dieser Teile ins Wasser stürzen. Ein Unglück sei sehr unwahrscheinlich.