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Kostenfalle Mehrwertdienst-Nummern: Teure Anrufe bei Salt
Aus Espresso vom 18.08.2021.
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Telefonieren im Ausland Kostenfalle Mehrwertdienst-Nummern: Teure Anrufe bei Salt

Anrufe auf Mehrwertdienst-Nummern kosten extra. Insbesondere bei Salt muss man tief in die Taschen greifen.

Hält man sich oft im Ausland auf, dann lohnt es sich, bei seinem Telekomanbieter ein Flatrate-Abo zu lösen. Damit können Anrufe im Ausland unlimitiert und kostenlos getätigt werden. Davon ausgenommen sind jedoch häufig Anrufe auf sogenannte Mehrwertdienst-Nummern, wie zum Beispiel ein Gespräch mit einem Kundendienst oder mit einer Service-Hotline.

Bei einem Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» gab es kürzlich beim Rückflug von Wien nach Zürich Probleme beim Online-Check-in. Der Salt-Kunde holte sich bei der Swiss-Service-Hotline in Österreich Hilfe. Der kurze Anruf plus 20 Minuten in der Warteschlaufe kam ihn am Ende teuer zu stehen: Knapp 130 Franken musste er für dieses Telefonat bezahlen – fast das Doppelte der Kosten für den Flug.

Das spezielle Abrechnungssystem von Salt

Bei Salt hat der «Espresso»-Hörer zwar ein Flatrate-Abo. Auch Anrufe im Ausland sind für ihn kostenlos, nicht aber Mehrwertdienst-Nummern wie zum Beispiel die Swiss-Service-Hotline. Ein Anruf auf diese Nummer in Österreich kostet normalerweise zehn Rappen pro Minute. Dem «Espresso»-Hörer wurden jedoch knapp fünf Franken pro Minute verrechnet.

«Das ist korrekt so», erklärt Salt auf Anfrage. Anrufe aus dem Ausland auf ausländische Mehrwertdienst-Nummern würden zu speziellen Tarifen abgerechnet. Diese variieren je nach Aufenthaltsort und Mehrwertdienst-Nummer zwischen 2 und 15 Franken pro Minute.

Andere Telekomanbieter sind günstiger

Salt weist darauf hin, dass diese Abrechnungsmethode eine gängige Praxis in der Telekombranche sei. Bei der Swisscom tönt dies jedoch anders. Auf Anfrage erklärt der Telekomanbieter, dass Anrufe aus dem Ausland auf Mehrwertdienst-Nummern im Ausland sogar kostenlos sein können. Dies hänge jedoch von der Mehrwertdienst-Nummer ab und sei nur dann gratis, wenn der Kunde ein Flatrate-Abo besitze. Ansonsten würden solche Anrufe mit den gängigen Roaming-Tarifen abgerechnet, welche maximal drei Franken pro Minute betragen. Auch bei Sunrise sind solche Anrufe günstiger als bei Salt und bewegen sich zwischen 1 und 5 Franken.

Espresso, 18.08.2021, 08:13 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Benjamin  (Benny)
    Das beste: eine englische oder sonst Europäische sim-Karte in Europa benutzen, ist viel günstiger. Z.B. Giffgaff kann man ohne Jahresabeo, einfach ein günstiges Monatspacket, je nach Bedarf buchen. Für eine Adresse kann jedoch die eines Bekannten im Ausland nötig sein. Diese Wucherei bei schweizer Netzwerke mache ich nicht mit!
  • Kommentar von Hans Ganzenbein  (HansG)
    Natürlich ist diese Abzocke nicht i.O. Aber bei all dem Salt Bashing von SRF (das ist jetzt nicht der Erste Artikel) sollte man schon auch erwähnen, dass Salt Fiber 50 Fr/Monat kostet und bei Swisscom das gleiche ca. 130 Fr/Monat. Die grosse Abzocke der Bevölkerung passiert immernoch durch Seisscom.
  • Kommentar von Urs Bänziger  (Bänzli)
    1. Problem: Salt war schon immer Kundenunfreundlich z.B. Rechnung nicht senden nur Kostenpflichtige Mahnunung nach wenigen Tagen.
    2. Problem: Die "Servicenummern"als solches. Müssten verboten werden ausser bei gleichzeitiger Veröffentlichung einer normalen Nummer. Ist aber für die Firmen (weniger Serviceaufwand/Zusatzeinnahmen) und Tefonanbieter (Zusatzeinnahmen ) zu einem lukrativen Geschäftsmodell geworden.