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E-Bike-Vignette nicht vergessen!
Aus Espresso vom 29.07.2021.
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Töffli und schnelle E-Bikes Ohne Vignette kann es sehr teuer werden

Töffli und schnelle E-Bikes brauchen eine Jahresvignette. Sonst riskiert man eine Busse und ist nicht versichert.

Die Velovignette ist schon seit mehr als zehn Jahren Geschichte. Um sich für Velounfälle abzusichern, braucht es seitdem eine Privathaftpflichtversicherung. Manchen Leuten ist dabei aber nicht bewusst, dass bei Mofas und schnellen E-Bikes (bis 45 km/h) die Jahresvignette auch weiterhin Pflicht ist.

Und diese muss man jeweils bis spätestens am 1. Juni erneuern. Wer die Vignette vergisst, riskiert eine Busse bis 120 Franken.

Sie und ihr Mann hätten heuer schlicht nicht mehr rechtzeitig daran gedacht, eine neue Vignette für ihre schnellen E-Bikes zu lösen, erzählt eine Frau aus Thun dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso»: «Prompt wurde mein Mann von der Polizei kontrolliert und mit 120 Franken gebüsst.»

Wenn Sie mit einem Fahrzeug ohne Vignette einen Schaden anrichten, sind diese Kosten nicht gedeckt. Das kann sehr teuer werden, unter Umständen sogar existenzbedrohend.
Autor: Thomas Rohrbach Bundesamt für Strassen

Vignette ist Haftpflichtversicherung

Thomas Rohrbach, Mediensprecher des Bundesamtes für Strassen (Astra), bestätigt die Busse für fehlende E-Bike- und Töffli-Vignetten. Er weist aber auf möglicherweise noch wesentlich gravierendere Probleme hin, die entstehen könnten, wenn man die Vignette vergisst.

Die Vignette ist für diese Gefährte nämlich weiterhin die Haftpflichtversicherung: «Und wenn Sie mit einem solchen Fahrzeug einen Schaden anrichten, beispielsweise mit einem Fussgänger kollidieren und sich dieser das Bein bricht, dann sind diese Kosten nicht gedeckt. Das kann sehr teuer werden. Unter Umständen sogar existenzbedrohend.» Auf die Unterstützung der Privathaftpflicht könne man in den meisten Fällen nicht zählen, weil eben die Vignette für solche Schäden vorgesehen sei.

Opfer solcher Unfälle müssen sich immerhin finanziell nicht sorgen. Für sie komme der nationale Garantiefonds auf, so Rohrbach. Dieser ziehe aber das Geld danach bei jenen ein, die den Unfall verursacht haben.

In manchen Kantonen kommt die Erinnerung automatisch

Eine E-Bike- und Töffli-Vignette erhält man in Velo- und Töffgeschäften. Erstmals dann, wenn das Fahrzeug registriert wird. Kostenpunkt: um die 30/40 Franken – je nach Kanton. In manchen Kantonen, wie etwa Luzern, St. Gallen oder Zürich erhalten Registrierte rechtzeitig und automatisch per Post einen Reminder, zum Teil auch schon die Rechnung für die neue Jahresvignette.

Espresso, 29.07.21, 08:13 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Schuler  (ich bins)
    Ich habe vor ca. 30 Jahren für die fehlende Vignette an meinem Töffli Fr. 330 Busse bezahlt! Heute wärs günstiger.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Und auch für "alle E-Bikes" sollte, auch eine Helmpflicht gelten!
    1. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      Der Artikel handelt von schnellen eBike und Mofas, für diese gilt bereits eine Helmpflicht, wobei bei den Bikes ein normaler Velohelm genügt. Aber das wussten Sie sicher schon. Wenn Sie ein Helmobligatorium für alle eBikes fordern sollte dies evtl. konsequenterweise auch für Nichtelektrische gelten. Mit denen ist man vielfach in etwa gleich schnell unterwegs und die Fallhöhe ist identisch. Beispiele aus dem Ausland zeigen allerdings, dass mit einem Obligatorium meistens die Velonutzung abnimmt.
  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Ich fand schon die Abschaffung der normalen Velovignette fragwürdig. Heilungskosten können schnell mehrere zehntausend bis hunderttausend Franken betragen. Eine Haftpflichtversicherung ist nicht obligatorisch, und wer bei einem Unfall Pech hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Die Vignette bekam man damals z.B. in der Migros für 5 oder 7 Franken. Und der angenehme Nebeneffekt war, dass weniger verrostete oder nicht fahrtüchtige Velos irgendwo herumstanden.
    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Der Staat soll die Haftpflichtversicherung für Velofahrer*innen übernehmen. Velofahren ist umweltfreundlich und platzsparend.