Unbekannte stehlen Tür des KZ Dachau

Die Tür mit dem Schriftzug «Arbeit macht frei» in Dachau bei München ist abmontiert worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Die Tür mit dem zynischen Spruch «Arbeit macht frei». Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Diese Tür mit dem zynischen Spruch «Arbeit macht frei» wurde abmontiert. Reuters

Unbekannte haben in der KZ-Gedenkstätte Dachau eine historische Tür mit dem Schriftzug «Arbeit macht frei» gestohlen. Der Sicherheitsdienst stellte den Diebstahl am frühen Sonntag fest, wie die Polizei mitteilte.

Kurz vor Mitternacht war die Tür noch da. Die schwarze schmiedeeiserne Tür mit der zynischen Parole der Nazis misst knapp einen mal zwei Meter und ist Bestandteil eines grösseren Tores in der Nähe des Haupteingangs.

«Sammler» oder Neonazi?

Der oder die Täter mussten ein Flügeltor übersteigen, um auf das Gelände zu gelangen. Möglicherweise wurde das Tor mit einem Fahrzeug abtransportiert. Eine Suche in der näheren Umgebung der Gedenkstätte verlief erfolglos. Ob Neonazis oder ein «Sammler» hinter dem Diebstahl stecken, konnte ein Polizeisprecher noch nicht sagen.

Auch im KZ Ausschwitz in Polen wurde vor fünf Jahren ein Schild mit der Aufschrift «Arbeit macht frei» gestohlen. Die Behörden fanden den Schriftzug wenige Tage später wieder. Er wurde zerschnitten.