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Vorsicht vor neustem Update: Ältere Mac-Computer können abstürzen
Aus Espresso vom 25.11.2020.
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Update-Panne Vorsicht vor neustem Update: Ältere Mac-Computer können abstürzen

Nutzer von älteren Geräten berichten von Totalblockaden beim Umstieg auf das neue macOS Big Sur.

«Ich habe ein Wochenende lang gewartet, aber nichts mehr ist passiert», erzählt ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso». Dabei wollte er nur, wie vom System vorgeschlagen, bei seinem rund fünfjährigen iMac ein Update zum neuen Apple-Betriebssystem macOS Big Sur vornehmen. Doch ohne weitere Vorwarnung sei auf dem Bildschirm während des Update-Prozesses eine Fehlermeldung erschienen und dann sei nichts mehr gegangen. Sein Computer, der bislang immer tipptopp funktioniert habe, sei blockiert gewesen.

Der Kunde meldet sein Problem dem Apple-Support. Von dort habe er aber nur die lapidare Mitteilung erhalten, die Garantie sei abgelaufen und deshalb erhalte er nun keinen Gratis-Support mehr.

Digitalexperte: «Unbegreifliche Panne»

Er ist mit seinem Problem nicht allein: Im Netz kursieren zahlreiche Meldungen von Nutzern, deren Gerät beim Updaten auch abgestürzt ist. Mehrere Fachpublikationen haben das Thema schon aufgegriffen und kürzlich auch das Online-Portal «20 Minuten».

Es scheint, dass es vor allem bei älteren Geräten Probleme geben kann mit diesem Update. Welche Typen genau betroffen sind, sei noch unklar, sagt SRF-Digitalredaktor Peter Buchmann. Er findet es «unbegreiflich, dass bei Apple eine solche Panne passiert ist.»

Tipp: Vorläufig kein Update machen und Daten sichern

Sein Tipp: Wer ein älteres Gerät besitzt, soll vorläufig auf ein Update verzichten. Und sicher ist es auch keine schlechte Idee, wenn man seine Daten zwischendurch immer wieder mal auf einem externen Speichermedium oder in einer Cloud sichert.

Damit seine Daten nicht verlorengehen, hat jener «Espresso»-Hörer unterdessen einen Computertechniker eingeschaltet. Diesem sei es gelungen, in seinem iMac eine neue Festplatte zu installieren und die Daten darauf zu übertragen. Kostenpunkt: Über 700 Franken.

Apple sieht kein Problem

Apple will sich auf Anfrage von «Espresso» weder zum konkreten Fall, noch zur allgemeinen Problematik äussern. Denn man sieht beim IT-Riesen offenbar auch kein grösseres Problem – oder will keines sehen. Apple verweist auf zwei Links auf seiner Homepage. Diese zählen einerseits jene Modelle auf, bei denen «gute Chancen» bestünden, dass es mit dem Update klappe und sie enthalten eine Anleitung, falls doch mal ein Problem auftauchen sollte.

Espresso, 25.11.2020, 8.13 Uhr

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Albrecht  (notabene)
    Very well then ....! Bei allen Monopolisten das gleiche: Zuerst wird man angefixt bis man komplett abhängig ist und dann ist mit einem Schlag fertig lustig und es gilt: Zahl oder bleib auf der Strecke. Selbst wenn du gar nichts falsch gemacht hast, der Nasenring ist gesetzt. Das ist einfach eine widerliche Moral die unser Leben gewiss nicht bereichert. Da verzichte ich lieber. ...
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  • Kommentar von Jaro Bels  (Gotod)
    Es gilt offensichtlich nicht nur für ältere Modelle und somit sind die Behauptungen von Apple eher eine billige Ausrede. Es gibt schon jede Menge Beispiele auf YouTube von Usern die ihren brandneuen „M1 Mac“ mit OS BigSur wollten/ müssten / versuchten zu updaten. Mit dem genau gleichen Resultat.
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  • Kommentar von Roger Pellaton  (ThePelikan)
    Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Macs, mein erstes OS war das 6.0.7. Ich habe die Leute nie verstanden, die bei jedem Update sofort brav aufgesprungen und ihr stabil laufendes System riskiert haben. Das weiss man nun nicht erst seit gestern, dass Systemversionen mit geraden Nummern riskant sind. Ich bin bisher gut gefahren damit, erstmal abzuwarten, was ungeduldigere User dann in den Foren berichten. Das wird auch diesmal so sein. Mein Beileid jenen, die ihr System zerschossen haben.
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