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Panorama Verletzte bei Fussball-Krawallen in Zürich

Heftige Randale rund um das Fussball-Derby zwischen GC und FCZ in der Stadt Zürich. Die Ausschreitungen dauerten mehrere Stunden. Es gab Verletzte und etliche Festnahmen. Die Krawalle begannen bereits vor Spielbeginn.

Legende: Video Ausschreitungen FCZ-Fans abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.02.2015.
Vermummte mit Petarden.
Legende: Über mehrere Stunden stand die Zürcher Polizei gewaltbereiten Hooligans gegenüber. Keystone/Symbolbild

Rund um das Zürcher Fussball-Derby GC gegen FCZ ist es am Samstag in der Stadt Zürich während mehreren Stunden zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Es gab neun vorläufige Festnahmen und drei Personen wurden leicht verletzt, darunter ein Polizist.

Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden

Bereits vor Spielbeginn gab es den ersten Einsatz der Polizei, als insbesondere FCZ-Anhänger auf dem Fanmarsch zum Stadion Letzigrund massiv Feuerwerkskörper und Leuchtpetarden gezündet hatten. Die Grasshoppers-Fans seien nach einem Gummischrot-Einsatz ins Stadion gezogen; nicht so die FCZ-Anhänger, wie die Stadtpolizei am späteren Abend mitteilte. Der Marsch der FC-Zürich-Fans habe gestoppt und eingekesselt werden müssen.

Legende: Video Polizeieinsatz beim Letzigrund (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.02.2015.

Es seien rund 750 Personenkontrollen durchgeführt worden. Neun Personen wurde vorläufig festgenommen, wie es hiess. Polizisten seien während ihres mehrstündigen Einsatzes immer wieder angegriffen und mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Ein Polizist sei mit einer Stange attackiert worden. Seine Verletzungen mussten ambulant behandelt werden. Zwei Einsatzfahrzeuge wurden stark beschädigt.

Ausschreitungen auch nach Spielende

Der Einsatz von Tränengas und Gummischrot habe zwei Personen leicht verletzt, teilte die Polizei weiter mit. Die Ausschreitungen gingen auch nach Schluss des Spiels, welches der FCZ mit 2:0 gewann, weiter.

Während mehreren Stunden war der Tramverkehr in der Badenerstrasse, wo Sachschäden angerichtet wurden, wegen Fussballfans unterbrochen. Um 23.16 Uhr meldeten die Zürcher Verkehrsbetriebe, die betroffenen Bus- und Tramlinien seien wieder frei.

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Jason Hunter, Bern
    Mit jeder Ausschreitung rückt die "Rechtfertigung" und Umsetzung der totalen Überwachung immer näher. Viel Spass!
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Es ist erbärmlich das die Zücher Fans vom FCZ und GC den Fussball mit ihren Krawallen so in den Dreck ziehen müssen. Aber nicht nur Zürich Fans, ebenso auch von anderen Vereinen gibt es Fans die nur Krawalle machen und Zerstören. Ich frage mich was mit solchen Leuten Passiert, oder passieren sollte... Das schlimme ist, wenn man sein Auto in der Nähe Abstellt (Besuch, Kur, Aufenthalt, etc.) und in der Zeit ein Spiel ist und es zu Krawallen und beschädigung kommt, zahlen viele Versicherungen N.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Und erbärmlich ist, dass die Fan-Clubs diese Ausschreitungen auch noch herunter spielen & das Einschreiten der Polizei verurteilen. Diese sollte noch viel härter gegen diese Dumpfbacken mit sehr wenig Hirnvolumen vorgehen. Aber leider liegt eine Petition für ein schärferes Gesetz seit ca. 7 Jahren irgendwo in Schubladen beim Bund? Aber noch schlimmer ist, dass die Staatsanwalt die Hetze von St. Galler Fussball-Hooligans gegen Juden als Fasnacht-Gaudi herunter spielt.
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    2. Antwort von m. engel, zh
      Hallo. Sorry, mit ihrer aussage bin ich überhaupt nicht einverstanden. zum sachverhalt: der marsch musste gestoppt werden. warum? die fans wären nach 20min sowieso weg gewesen OHNE krawalle. wenn man aber von einer hundertschaft polizisten eingekesselt wird und man personenkontrollen und bilder (!) macht ohne jeden ersichtlichen grund (ausser das man halt fussballfan ist) ist für mich nicht akzeptabel! aber natürlich sind wie immer die fans wieder schuld an der eskalation. pfui!
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    3. Antwort von A. Kistler, Walensee
      Also hat die Polizei hier ganz friedliche Fans kontrolliert, die keinerlei Aggression zeigten? Oder mussten die "Fans" dann einfach noch randalieren so als kindliche Trotzreaktion oder weil das einfach zum ach so coolen Machogehabe gehört?
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    4. Antwort von S. Bortolas, Zürich
      Sehr geehrte/r A. Kistler, glauben Sie da waren 750 Terroristen? Da war von Kind bis Erwachsener alles eingekesselt! Aufgrund dessen ist eine pauschalisierte Kontrolle und Identitätsaufnahme der falsche Ansatz! Die Leute haben ein Ticket gekauft, wollten ein Derby geniessen, stattdessen werden Sie bis zu 5 Stunden eingepfercht und kriminalisiert! mehr als nur fragwürdig und Parallelen lassen sich durchaus ziehen! George Orwell lässt grüssen.. ! MfG
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    5. Antwort von A. Kistler, Walensee
      @S. Bortolas. Ich glaube und weiss gar nichts. Darum habe ich, wenn auch ein bisschen provokativ, gefragt. Nur geben mir Gegenfragen leider immer noch keine klare Antwort auf meine Fragen.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Farbmittel spritzen, damit man danach sieht, wer wo dabei gewesen ist. Zumindest kann man so einige Hundert fassen. Farbe, die nach drei Wochen wieder ab geht ... oder von der Polizei entfernt werden kann, falls sich jemand stellt.
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