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Besuch im Fundbüro: Wahnsinn, was so alles liegenbleibt
Aus Espresso vom 07.12.2021.
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Verlorene Gegenstände Bei den Beisserchen im Fundbüro

Im Fundbüro der Stadt Zürich gibt es nichts, was es nicht gibt. Sogar Zahnprothesen warten auf ihre Besitzer.

«Alles was man mit sich trägt, kann auch verloren gehen», sagt Daniela Baldauf, Leiterin des Fundbüros der Stadt Zürich. Und das zeigt sich auch sehr schnell beim Besuch vor Ort.

Frau im Fundbüro zeigt Schublade voll mit Handys
Legende: Handys laufen im Fundbüro gut. SRF

 «Handys sind seit Jahren ein Dauerbrenner», erklärt die sympathische Frau. Sie weiss, wovon sie spricht, denn Daniela Baldauf leitet das Fundbüro seit bald 30 Jahren. Über 3300 Handys seien letztes Jahr abgegeben worden. Die Ermittlung von Handy-Besitzerinnen und -Besitzern sei aber einfach: «Wir entfernen die SIM-Karte und erfragen mittels der SIM-Nummer die Besitzer.» Das Fundbüro habe dazu einen entsprechenden Vertrag mit dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement.

Kisten voll mit verlorenen Handys
Legende: Auch im Keller stapeln sich die verlorenen Geräte. SRF

Ausser Handy-Nummer sowie Mail- oder Postadresse der Besitzerinnen und Besitzer erhalte man aber keine Informationen. Rund 77 Prozent würden abgeholt, der Rest entsorgt, da sich die Daten meist nicht löschen liessen.

Frau zeigt Schrank mit verlorenen Schlüsseln
Legende: Verlorene Schlüssel werden nur gegen das Vorweisen eines Zweitschlüssels ausgehändigt. SRF

Fast gleichauf mit den Handys sind die Schlüssel. Registrierte Schlüssel werden direkt vom jeweiligen Anbieter bearbeitet. Bei der Abholung speziell: «Die Leute müssen zwingend einen Zweitschlüssel vorweisen», sagt Baldauf. Schlüssel, die nicht registriert sind, werden nur selten abgeholt.

Metallcontainer im Keller des Fundbüros
Legende: Die Fundstücke aus den öffentlichen Verkehrsmitteln werden in Metallcontainern ans Fundbüro geliefert. SRF

Das Fundbüro der Stadt Zürich ist neben dem Fundbüro der SBB das grösste in der Schweiz. Betrieben wird es von den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ), in deren Fahrzeugen auch die meisten Gegenstände gefunden werden. Täglich werden die Sachen in Metallboxen angeliefert und vor Ort im Fundbüro begutachtet und registriert. Von den VBZ sind es monatlich 1000 bis 2000 Gegenstände, die gefunden werden. Hinzu kommen rund 1000 Fundstücke vom öffentlichen Grund.

Regal mit Koffern
Legende: Auch stehen gelassene Koffer werden im Fundbüro aufbewahrt. SRF

Alle Fundgegenstände werden feinsäuberlich sortiert und im Fundbüro eingelagert. VBZ-Funde müssen drei Monate aufbewahrt werden, Fundgegenstände vom öffentlichen Grund gar ein Jahr. Anschliessend werden sie verkauft oder versteigert. 

Heugabel im Regal
Legende: Auch eine Heugabel kann schon mal vergessen gehen. SRF

Mützen, Kopfhörer, Taschen, Sportsachen, Koffer, Hörgeräte, Instrumente – alles bleibt liegen und findet im Fundbüro seinen Platz. Sogar mehrere Zahnprothesen warten in der Schublade, bis sie abgeholt werden.

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Espresso, 07.12.21, 08:13 Uhr

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