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Panorama Vier Verletzte nach der ersten Stierhatz in Pamplona

Im spanischen Pamplona hat das traditionelle San-Fermín-Fest mit seinen Stierrennen begonnen. Aus aller Welt reisten Teilnehmer und Schaulustige des umstrittenen Spektakels an. Vier Läufer wurden verletzt.

Legende: Video San-Fermin-Fest in Pamplona begonnen abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Vom 07.07.2013.

Bei der ersten Stierhatz des Jahres in Pamplona sind vier Läufer verletzt worden. Ein Spanier und drei ausländische Touristen seien nach dem Spektakel in Spitäler gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden der nordspanischen Stadt. Von den sechs Kampf-Bullen sei diesmal allerdings niemand gefährlich verletzt worden, hiess es.

Obwohl traditionell fast nur junge Männer unter den Hunderten waghalsigen Läufern sind, die vor den Stieren herlaufen, war unter den Verletzten am Sonntag den amtlichen Angaben zufolge auch eine 26-jährige US-Amerikanerin. Sie habe sich bei einem Sturz in den engen Gassen von Pamplona Gesichtsverletzungen zugezogen.

Ein 24-jähriger Tourist aus Australien habe ausserdem leichte Kopfverletzungen erlitten, während ein 44 Jahre alter Brite im Gedränge am Knie verletzt worden sei. Der 36-jährige Spanier müsse wegen eines Knochenbruchs am Unterarm operiert werden.

Tierschutzproteste

Bis zum kommenden Sonntag werden täglich um acht Uhr sechs Kampfstiere und mehrere zahme Leitochsen für die Stierkämpfe am Abend bis in die Arena gejagt. Jedes Jahr werden bei den Mutproben der Läufer über die 825 Meter lange Strecke Dutzende verletzt. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 38. Das letzte Todesopfer gab es 2009.

Tierschutzgruppen protestierten auch dieses Jahr gegen die Veranstaltung, die inzwischen auch in Spanien äusserst umstritten ist. Aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien wurde das Festbudget allerdings diesmal im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 2,1 Millionen Euro reduziert.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Immerhin dürfen diese Stiere auf grossen Weiden aufwachsen bis kurz vor dem Tod. Wer je in der Extramadura war, kennt diese Weiten. Sie rennen durch die Strassen anstatt in Kolonne in den Schlachthof zu marschieren. Die Schlachtmethode «Stierkampf» ist sicher keine tolle Sache - unterm Strich bin ich mir aus tierschützerischer Sicht nicht sicher, welchem «Schlachtvieh» es besser ergeht: Masthaltung oder Freilandhaltung & Stierkampfende.
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  • Kommentar von Daniel Lehmann, Aarau
    Es handelt sich um eine schöne Tradition, ein kulturelles Erbe von hohem Wert, das zum Zusammenhalt des Volkes beiträgt. Das sollten wir respecktieren. Wir würden es auch nicht schätzen, wenn Ausländer gegen unseren schönen Jodelgesang schreiben würden, denn der schöne gepflegte Jodelgesang trägt zum Zusammenhalt des Schweizer Volkes bei, von St. Margrethen bis Genf, von Schaffhausen bis Chiasso, von Poschiavo bis Boncourt.
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    1. Antwort von Peter Oberholzer, Luzern
      Was hat denn Jodeln mit dem Missbrauch von Tieren zu tun? Gilt es als "kulturelles Erbe" und als "schöne Tradition", Tiere herumzuhetzen oder in Stierkampfarenen abzuschlachten? Kann man das mit den unhaltbaren Zuständen in der Tierhaltung und in der sogenannten Fleischproduktion entschuldigen?
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    2. Antwort von Nico Basler, Basel
      @lehmann Aber die Jodler hetzt man nicht durch die Gassen und schlachtet sie nachher ab!
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  • Kommentar von Anna Marthaler, Zürich
    Es beginnt mit der Tierhaltung und der Hatz in Pamplona und endet in den Arenen und Schlachthäusern. Arthur Schopenhauer: "Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein." Alexander von Humboldt: "Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes." Paul McCartney: “You can judge a man's true character by the way he treats his fellow animals.”
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