Überraschung im Advent Weisses Reh statt Weihnachts-Schnee

Ein weisses Reh steht im Laub und schaut scheu in die Fotofalle des Genfer Departements für Landwirtschaft und Natur. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Albinos sind selten. Weisse Rehe, die keine Albinos sind, sind noch weit seltener. dln genf

Derzeit wohnt der Weihnachtsmann wohl im Genfer Departement für Landwirtschaft und Natur. Nicht, weil es dort schneien würde. Sondern weil die Umweltbehörde die Weihnachtsverzückten im Kanton derzeit mit einer anderen weissen Seltenheit beglückt: einem weissen Reh.

Statt besinnlicher Flocken von oben streift das weisse Bambi durch die Wälder von Versoix (GE). Und als wüsste es von der Schwere der Zeiten, stolpert es für den nach Schnee dürstenden Teil der Bevölkerung in regelmässigen Abständen durch eine Fotofalle.

Das Reh ist dabei tatsächlich eine Seltenheit. «Es handelt sich wahrscheinlich um keinen Albino, weil die Augen und die Nase des Tiers dunkel sind», sagte der Tierbeobachter Gottlieb Dändliker auf Anfrage. Eine solche Weissfärbung des Fells ist wohl das Ergebnis einer weit selteneren Pigmentstörung.

Die Wälder rund um Versoix haben im laufenden Jahr noch weitere überraschende Tiergeschichten geboten. Erst kürzlich ist laut der Westschweizer Zeitung «Le Matin» ein acht Monate alter Luchs gesichtet worden. Wo genau, haben die Behörden nicht verraten. Sie wollen, dass die Tiere ihre Ruhe haben.