Weltbank warnt vor Erderwärmung um 4 Grad

In ihrem jüngsten Klima-Report warnt die Weltbank eindringlich vor der Klimaerwärmung und deren Folgen. Gleichzeitig ruft sie Regierungen weltweit zur finanziellen Unterstützung alternativer Energietechniken auf.

AKW und sonstige Fabriken, die Rauch ablassen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weg von umweltbelastender Energieförderung, hinzu alternativen Energien. reuters/symbolbild

Der Report der Weltbank basiert auf einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Organisation Climate Analytics (Berlin).

So sollen die rund eine Billion Dollar schweren Subventionen für Kohle und andere fossile Brennstoffe in alternative Energietechniken zur Senkung der Treibhausgase umgelenkt werden.

«Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen für die Entwicklung, und wir müssen die moralische Verantwortung dafür übernehmen, im Namen kommender Generationen zu handeln, besonders für die Ärmsten», sagte Weltbank-Chef Jim Yong Kim. Ohne ein Umdenken werde sich die Erde massiv erwärmen – mit dramatischen Folgen.

Vier Grad wärmer

Gemäss den Studien befindet sich die Welt auf einem Kurs, der schon bis Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von vier Grad Celsius führen dürfte.

Die dadurch verursachten Risiken liegen nach Angaben des PIK ausserhalb der Erfahrung unserer Zivilisation: Dazu zählen Hitzewellen, besonders in den Tropen, ein Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 100 cm und Missernten, welche die globale Ernährungssicherheit gefährden. Auch könne das Eisschild Grönlands unwiderruflich schmelzen.

Betroffen seien vor allem die Armen dieser Welt, für die eine wirtschaftliche Entwicklung ohne globalen Klimaschutz kaum möglich sei. «Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist ein Bruch mit den vom Zeitalter fossiler Brennstoffe geprägten Mustern von Produktion und Konsum», sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber.