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Panorama Zugunglück in Buenos Aires fordert viele Verletzte

Nicht mal zwei Jahre ist es her, dass im Bahnhof Once in Buenos Aires viele Menschen bei einem Zugunglück starben. Am selben Bahnsteig krachte es nun erneut. Dutzende Menschen wurden verletzt. Der Lokführer geriet ins Zwielicht.

Legende: Video «Zugunglück Buenos Aires» abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Vom 20.10.2013.

Zum zweiten Mal binnen knapp zwei Jahren ist in einem Bahnhof der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein Zug verunglückt. Mindestens 99 Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Zerstörte Zugfront
Legende: Dutzende Verletzte forderte der ungebremste Aufprall des Zuges auf einen Prellbock. Keystone

Der Nahverkehrszug hatte im Bahnhof Once offenbar ungebremst einen Prellbock gerammt und war über das Gleisende hinausgerast. Unter den Verletzten seien zwei achtjährige Kinder, hiess es.

Anfang 2012 waren am selben Bahnsteig 51 Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen, Hunderte wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Verdacht gegen Lokführer

Der nun verunglückte Zug war auf der Sarmiento-Linie unterwegs, die die westlichen Vororte von Buenos Aires verbindet. Die genaue Unglücksursache war zunächst unklar. Vermutet wurde, dass die Bremsen versagten. Einem Bericht der Zeitung «La Nación» zufolge versuchte der Lokführer, den Datenträger mit Aufnahmen der Sicherheitskamera aus der Führerkabine zu entwenden. Er sei später in seinem Rucksack gefunden worden.

Einige Passagiere hätten den Lokführer nach dem Unfall zur Rede gestellt, ihn beschimpft und mit Steinen beworfen, hiess es. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Unter den Verletzten seien zwei achtjährige Kinder, hiess es. - Ich frage mich, ob dieser Satz die Story noch 'heisser' machen soll, als sie es sonst ist, es ist doch eigentlich ganz normal, dass auch Kinder im öffentlichen Verkehr bei derartigen Unfällen unter den Verletzten sein können. Brauchen wir wirklich die ununterbrochene Ueberschwemmung durch auf's letztmöhlich melo-dramatisch aufgemotzte Berichte, ist es wirklich das, was eine professionelle+sachliche Berichterstattung heute ausmacht?
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ernst Jacob: Ihr Kommentar zeigt, dass Sie die lateinamerikanische Mentalität nicht kennen. Dieser Bericht wurde von SF offenbar von der argent. Nachrichtenagentur TELAM oder auch von Clarin od. La Nacion übernommen. Kinder in diesen Staaten haben einen bedeutend höheren Stellenwert als in der Schweiz u. andern westeurop. Staaten. Somit ist immer zuerst die Frage: Sind Kinder unter den Opfern oder nicht. Vielleicht hiflt mein Kommentar ein wenig, die Gedankengänge besser zu verstehen.
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    2. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Hr.Girschweiler, sehen Sie sich bitte mal um, wenn Sie dort sind, und Sie werden Dinge sehen, die Sie nicht glauben würden. Der Wert vieler Kinder dort ist gleich der Summe der Kohle, das sie täglich nach Hause bringen, zumindest für die, die überhaupt etwas haben, was man ein Zuhause nennen kann. Dazu, L/A sind mehrheitlich Katholiken, wer in der Welt aber hätte eine 'gespaltenere' Mentalität als die, dann, wenn's darum geht, Böses einfach mittels Blick gen Oben zu übersehen und Luja zu rufen.
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ernst Jacob: Ich habe die doppelte Staatsbürgerschaft: Arg. und CH. Meine Frau und deren ganze Familie sind Argentinier. Wir haben auch noch einen 2. Wohnsitz in diesem Land, etc. Mein Schwager ist ein hoher Offizier der Küstenwache. Ich kenne das Land bestens.
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