Zwei Millionen Downloads in vier Tagen

Die umstrittene Komödie «The Interview» hat trotz Drohungen einen Traumstart hingelegt. Noch nie sei einer ihrer Filme so oft heruntergeladen worden, teilte Sony Pictures mit. Seit Heiligabend brachte er insgesamt 17,8 Millionen Dollar ein.

Filmplakat von «The Interview» und jemand, der ein Kinoticket davor hält. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele wollten Seth Rogen und James Franco über die Festtage in «The Interview» sehen. Reuters

«The Interview» hat dem US-Filmkonzern Sony Pictures einen unerwarteten Rekord beschert. Der Streifen wurde über das Internet innerhalb von vier Tagen über zwei Millionen Mal heruntergeladen. Er spielte auf diese Art bereits 15 Millionen Dollar ein.

Der Film handelt von einem Mordkomplott des US-Geheimdienstes CIA gegen gegen das nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Jong-Un. Kurz vor der Premiere waren von einer bisher unbekannten Gruppe Drohungen an die Kinobetreiber gerichtet geworden.

Sollte der Film gezeigt werden, erwarte die USA eine Katastrophe, vergleichbar mit dem Anschlägen vom 11. September von 2001, hiess es. Der Kinostart wurde zunächst abgesagt, doch dann wurde der Film zum Download verfügbar gemacht.

Inzwischen ist «The Interview» auch in einigen unabhängigen US-Kinos angelaufen, wo er bisher 2,8 Millionen Dollar eingespielt hat. Die grossen Kinoketten hatten die Veröffentlichung abgelehnt. Der Film soll rund 44 Millionen Dollar gekostet haben.