100 Tage im Amt Susanne Schaffner: «Nur noch ein Job, das ist eine Erleichterung»

Frau in Büro Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Susanne Schaffner ist überrascht, dass in ihrem Büro fast nie das Telefon klingelt. Man wolle sie wohl nicht stören. SRF

  • Susanne Schaffner, die neue SP-Regierungsrätin des Kantons Solothurn, ist seit gut 100 Tagen im Amt.
  • Am Montag hat die Gesundheits-, Sozial- und Polizei-Direktorin vor den Medien eine positive Bilanz ihres Amtsantritts gezogen.
  • Sie habe sich sehr gut eingelebt, sagte Schaffner in ihrem neuen Büro. Sie wisse schon gar nicht mehr, was sie vorher eigentlich gemacht habe. (Anmerkung: Schaffner war Anwältin)
  • Eines der Ziele, welche Susanne Schaffner sich gesetzt hat: Sie will den Kanton als Arbeitgeber familienfreundlicher machen.

Im Büro von Susanne Schaffner im Ambassadorenhof in Solothurn hängt kein einziges Bild. Mag es die neue SP-Regierungsrätin karg? «Ich muss noch Bilder auswählen gehen. Die Wände sind so riesig. Die Bilder, die ich mitgebracht habe, wären viel zu klein», sagt sie im Gespräch.

Das grösste Departement

Statt in ihrer Anwaltskanzlei in Olten arbeitet Susanne Schaffner nun als Vorsteherin des Departements des Innern in Solothurn. Eigentlich mache sie das Gleiche wie zuvor, meint sie: «Ich spreche mit verschiedenen Menschen, ich suche Lösungen, und ich weiss, dass man dabei siegen, aber auch verlieren kann».

Das Innen-Departement ist mit Themen wie Gesundheit, Soziales, Asyl, Polizei oder Gefängnisse das grösste im Kanton Solothurn. Schaffner scheint damit keine Mühe zu haben: «Es ist sogar eine Erleichterung, nur noch einen Job zu haben», meint sie. Als Anwältin und Politikerin hatte sie früher verschiedenste Aufgaben übernommen.

Politische Ziele

Wichtig ist Susanne Schaffner, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Ämter klappt. Als Beispiel nennt sie das Thema «Integration in den Arbeitsmarkt», wo es eine verstärkte Zusammenarbeit über Departementsgrenzen hinweg brauche.

Und wichtig ist ihr auch, dass der Kanton als Arbeitgeber familienfreundlicher wird: «Wir wollen ein Projekt aufgleisen, wo wir verschiedene Ämter einbeziehen und dort schauen, welche Massnahmen es braucht, damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Kantons bessere Möglichkeiten haben, ihre Kinder zu betreuen.»

Zwei linke Frauen – na und?

Gar nicht gern hört Schaffner die Frage, wie es sich auswirkt, dass neu zwei linke Frauen in der Solothurner Regierung vertreten sind: «Die politischen Mehrheiten in der Regierung haben sich ja nicht verändert. Es hat jetzt halt zwei Frauen auf dem Regierungsrats-Foto und es ist ein bisschen farbiger geworden».

Ebenfalls seit rund 100 Tagen im Amt als Solothurner Regierungsrätin ist Brigit Wyss (Grüne). Sie hat die Medien für nächste Woche zum Gespräch geladen.