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30 Jahre Regionaljournal «Wir waren wenige, aber mit innerem Feuer»

Peter W. Frey hat gute Erinnerungen an den 2. Januar 1984. Damals moderierte er das erste tagesaktuelle Regionaljournal Aargau Solothurn. Der Aargauer war zuvor zum ersten Leiter des Regionaljournals gewählt worden. Für diese Stelle würde er sich wieder bewerben, sagt der 65-jährige 30 Jahre später.

Peter W. Frey steht lachend mit Kopfhörern im Studio
Legende: Peter W. Frey, der erste Redaktionsleiter des Regi, fühlt sich auch nach 30 Jahren noch sichtlich wohl im Studio. SRF

Das Signet von damals weckt nostalgische Erinnerungen bei Peter W. Frey, dem ersten Leiter des täglichen Regionaljournals Aargau Solothurn. In Anzug und Krawatte hatte der Aargauer am 2. Januar 1984 das erste tagesaktuelle Regionaljournal moderiert. Das war schon damals aussergewöhnlich, aber er habe halt gerne Krawatten getragen, meint Peter W. Frey im Gespräch mit dem heutigen Regionaljournal.

Als das «Regi» in der ganzen Schweiz zu hören war

Die Kantone Aargau und Solothurn waren 1984 die letzten, welche mit einem täglichen Regionaljournal bedient wurden. Zuvor gab es lediglich eine Sendung, die einmal in der Woche am Samstagabend ausgestrahlt und in Basel produziert wurde.

Diese Vorgänger-Sendung des Regionaljournals war in der ganzen Schweiz zu hören, erinnert sich der in Baden aufgewachsene Peter W. Frey. In der Region Aargau-Solothurn gab es vor 1984 zu wenige PTT-Sender, die eine Aufspaltung des Programms erlaubt hätten. Deshalb wurde die Wochen-Sendung für die Kantone Aargau und Solothurn eben in der ganzen Schweiz ausgestrahlt.

Konkurrenz begegnete den Radiomachern mit Skepsis

Altes Foto von Peter W. Frey
Legende: Er war der erste «Programmstellenleiter» für die Region Aargau Solothurn: Peter W. Frey damals... SRF

Die tagesaktuellen Sendungen des Regionaljournals waren von den dominierenden Tageszeitungen, dem Aargauer und dem Badener Tagblatt, mit grosser Skepsis begrüsst worden. «Wir mussten beweisen, dass wir journalistisch gut arbeiten», blickt der damalige «Programmstellenleiter» Peter W. Frey auf die Anfänge zurück.

Gepunktet hat das Regionaljournal nicht nur mit gut recherchierten Beiträgen, sondern auch mit einer schnellen Berichterstattung. «Wir haben sehr viel darauf gesetzt, die ersten zu sein, Primeurs zu haben», erzählt Peter W. Frey. So hat das «Regi» beispielsweise als erstes Medium vermelden können, dass Ottmar Hitzfeld Trainer des FC Aarau wird.

Und obwohl es noch kein Internet gab und die Regionaljournal-Macher mit analogen Tonbändern arbeiteten, waren die Radio-Journalisten 1984 nicht weniger schnell als heute. Peter W. Frey: «Wir haben viel live berichtet, und am Telefon, etwa aus dem Grossen Rat».

Peter W. Frey präsentiert ein Buch mit gesammelten Zeitungsartikeln, in denen das Regionaljournal erwähnt wird.
Legende: ...und heute. Der 65-jährige ist seit Kurzem pensioniert, schreibt aber noch als freier Journalist zum Thema Uhren. SRF

Alte Villa diente als Studio

Das erste Studio hat Peter W. Frey als «klein und familiär» in Erinnerung. Es war in einer alten Villa in Aarau untergebracht, im Estrich. «Im Sommer wurde es wahnsinnig heiss».

Klein und familiär war auch das erste Team. Es bestand aus zwei Redaktoren für den Kanton Aargau und einem Redaktor für den Kanton Solothurn. Team-Leiter Peter W. Frey hatte als einziger Radio-Erfahrung. Er hatte zuvor für das Fernsehen und fünf Jahre für das Regionaljournal Zürich gearbeitet.

Nach seiner Zeit beim Regionaljournal hat Peter W. Frey als London-Korrespondent, Leiter Information der Aargauer Regierung, sowie für den Tagesanzeiger gearbeitet. Er würde sich nochmals als Regionaljournal-Leiter bewerben, meint er ohne zu Zögern: «Ich habe den Eindruck, das Radio war in meiner ganzen beruflichen Tätigkeit jenes Medium, das mir am besten liegt».

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