340 Einsprachen gegen Asylunterkunft in Koblenz

Der Kanton Aargau will aus dem Hotel Verenahof in Koblenz eine Asylunterkunft machen. Innerhalb von 30 Tagen sind 340 Einsprachen eingegangen, teilt die Gemeinde mit. Ausserdem ist die Gemeinde enttäuscht von Frau Landammann Susanne Hochuli.

Gegen die geplante Asylunterkunft in Koblenz sind 340 Einsprachen eingegangen. Das hat die Gemeinde am Mittwoch mitgeteilt. Die meisten Einwendungen beziehen sich auf mögliche Sicherheitsprobleme und den aus Sicht der Einsprecher ungünstigen Standort.

Prüfen und behandeln

Der Gemeinderat von Koblenz will nun prüfen, ob alle Einsprecher auch berechtigt sind. Anschliessend sollen Einwendungsverhandlungen durchgeführt werden. Auch der Gemeinderat ist nicht begeistert über die Pläne des Kantons.

Ende Oktober hatte der Gemeinderat von Frau Landammann Susanne Hochuli verlangt, dass das Baugesuch zurückgezogen wird. Ausserdem wurde sie eingeladen, sich die Situation vor Ort selber anzusehen.

Antwort von Susanne Hochuli

In ihrem Antwortschreiben meint Susanne Hochuli, sie könne die Befürchtungen der Bevölkerung nachvollziehen. Die Situation im Asylbereich sei jedoch so angespannt, dass der Kanton auf diese Unterbringungsmöglichkeit nicht verzichten könne.

Weiter bietet Susanne Hochuli an, eine Begleitgruppe mit Vertretern der Gemeinde Koblenz zu bilden. Der Gemeinderat zeigt sich aber enttäuscht von dieser Antwort. Das Schreiben werfe mehr Fragen auf als es Antworten liefere.