500 Mahnwachen und sie geben nicht auf

Zum 500. Mal fand am Montagabend vor dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat eine Mahnwache statt. Die Mahnwachen wurden zwei Wochen nach dem Atomunglück von Fukushima ins Leben gerufen. Das Ziel der Atomgegner ist es, den Ensi-Mitarbeitern ihre grosse Verantwortung bewusst zu machen.

Mehrere Personen stehen mit Plakaten und Fahnen vor dem Ensi. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit zwei Jahren gehört Heini Glauser (ganz links) zur Mahnwache vor dem Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi in Brugg. SRF

Atomkraftgegner Heini Glauser und seine Mitstreiter stehen nun schon zum 500. Mal vor dem Eingang des Ensi. «Wir wollen ein Zeichen setzen und den Ensi-Angestellten zeigen, dass wir ein Auge auf ihre Arbeit haben», erklärt Glauser. Jeweils von Montag bis Donnerstag findet die Mahnwache statt, und zwar immer zwischen 17 und 18 Uhr.

Gutes Verhältnis

«Wir arbeiten bereits sehr verantwortungsvoll», entgegnet Ensi-Sprecher Sebastian Hueber. Das Verhältnis zwischen den Ensi-Angestellten und den Atomkraftgegnern sei aber keineswegs angespannt. Beide Seiten respektieren sich und gehen sich nicht aus dem Weg, erklärt Hueber.

Heini Glauser und seine Mittstreiter hoffen darauf, dass das Ensi irgendwann einem AKW den Stecker zieht. Die AKW-Gegner wollen weiterhin vier Mal pro Woche eine Mahnwache abhalten. «Und zwar so lange, bis Beznau oder Mühleberg abgestellt ist», erklärt Heini Glauser gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF.

Die Ensi-Mitarbeiter werden also weiterhin jeweils am Feierabend von den AKW-Gegnern empfangen.