Aarburg lagert Betreuung von Sozialhilfefällen aus

Die Gemeinde Aarburg will den gemeindeeigenen Sozialdienst teilweise abbauen. Die Aufgaben soll stattdessen eine externe Firma übernehmen. Es geht um Sozialhilfeempfänger, die arbeitsfähig sind. Sie sollen so schneller eine Stelle finden.

Die Gemeinde Aarburg liess im Jahr 2014 ihren Sozialdienst überprüfen. Diese Überprüfung zeigte Mängel. Trotz mehr Mitarbeitern, Coaching und anderen Massnahmen habe sich die Situation in der Zwischenzeit aber nicht wie gewünscht verbessert, teilt die Gemeinde mit.

«Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass zu wenig mit den Leuten gearbeitet wurde. Im administrativen Bereich haben die ergriffenen Massnahmen Wirkung gezeigt, im Bereich der Sozialarbeit aber zu wenig», erklärt die Aarburger Sozialvorsteherin Martina Bircher.

Sozialhilfequote und -ausgaben senken

Deshalb will der Gemeinderat einen neuen Weg gehen: Er plant eine grosse Reorganisation des Sozialdienstes. Es sollen jene Sozialfälle ausgelagert werden, in denen die betroffenen Personen arbeitsfähig sind. Durch die Betreuung durch eine externe Firma erhofft sich Sozialvorsteherin Martina Bircher, dass die Sozialhilfeempfänger schneller eine Arbeitsstelle finden. Kurzfristig soll die Sozialhilfequote in der Gemeinde sinken, längerfristig generell die Ausgaben für die Solzalhilfe in der Gemeinde.

Anfang 2017 soll die externe Stelle ihre Arbeit aufnehmen, gerechnet wird mit einer Dauer von rund drei Jahren. Daneben sollen beim Aaburger Sozialdienst Stellen abgebaut werden, deren Funktion die externe Firma übernimmt.