Aargauer Architekturbüro entwirft Expo Pavillon

In Mailand findet 2015 die Weltausstellung Expo statt. Der Schweizer Pavillon und dessen Ausstellung kommen aus dem Kanton Aargau. Zwei Brugger Innenarchitekten haben ihn entworfen. Es ist der erste Grossauftrag für die beiden Jungunternehmer. Einer mit dem sie nicht gerechnet hatten.

Noch vor drei Jahren hatte das Unternehmen Netwerch keine Angestellten. Die beiden Gründer, Daniel Christen und Noah Baumgartner, waren als Innenarchitekten bei unterschiedlichen Büros angestellt. Sie entwarfen nur ab und zu eigene Gebäude und Produkte. Im Herbst 2011 wagten sich die beiden knapp 30-Jährigen jedoch an ein grosses Projekt.

«Wir haben nicht daran geglaubt»

Sie wollten den Schweizer Pavillon für die Weltausstellung 2015 in Mailand entwerfen. Sie bewarben sich zusammen mit 100 anderen Unternehmen für das Projekt. Beide glaubten jedoch kaum an ihren Erfolg. «Es ist sehr aussergewöhnlich so jung ein solch bedeutender Auftrag zu erhalten», sagt Daniel Christen, einer der beiden Netwerch Gründer.

Zu dieser Zeit hatten die beiden nicht einmal ein eigenes Büro. In der Wohnung von Daniel Christen entwarfen die beiden ihre Projekte. Zweieinhalb Jahre später haben sie nun ein Büro in der Brugger Innenstadt und sind nicht mehr alleine. Zehn Mitarbeiter zählt das Unternehmen inzwischen.

Grösser geworden ist das Architekturbüro aber nicht nur wegen des Expo-Projekts. Auch sonst läuft es gut bei den Jungunternehmern. Das Auftragsbuch sei voll, sagen sie gegenüber Radio SRF. Die beiden haben inzwischen auch gelernt nicht nur Architekten und Designer zu sein, sondern auch Unternehmer. «Wir müssen unsere Mitarbeiter führen, Konflikte lösen und strategisch denken», sagt Noah Baumgartner.

Kaffee, Salz, Wasser und Apfelringe

Zum Expo-Thema «Den Planeten ernähren - Energie fürs Leben» haben die beiden ein Gebäude mit vier Säulen entworfen. Diese enthalten Kaffee, Salz, Wasser und Apfelringe. Die Besucher können die Lebensmittel während der Ausstellung konsumieren.

Entscheidend ist aber, dass sie nicht wieder aufgefüllt werden. Dies soll den Besucher anregen, sich mit seinem täglichen Verzehr und dessen Auswirkungen zu beschäftigen. In der Ausstellung realisieren die beiden zudem Schweizer Geschichten zum Thema Ernährung.