Aargauer befürworten grundsätzlich die neuen SKOS-Richtlinien

Die Schweizerische Sozialhilfekonferenz SKOS hat ihre Richtlinien wegen mehrfacher Kritik angepasst. Nun entscheidet der Kanton Aargau, ob er die neuen Richtlinien übernehmen will. Die Vernehmlassung zeigt: Die Anpassungen kommen bei den Aargauer Parteien grundsätzlich gut an.

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Bildlegende: Die SKOS hat ihre Richtlinien angepasst, nun entscheidet der Kanton Aargau, ob er die neuen Richtlinien übernehmen will. Keystone

Die SKOS berücksichtigt in ihren neuen Richtlinien verschiedene Kritikpunkte, die immer wieder zu reden gaben. Mit der Umsetzung der Richtlinien im Aargau würden die Sozialhilfekosten leicht sinken. Vor allem, so hoffen die Aargauer Parteien, kann mit den neuen Richtlinien aber Sozialhilfemissbrauch verhindert werden.

Die Aargauer Parteien sind sich einig, dass die Sozialhilfebezüger möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden sollten.

Senkung des Grundbedarfs für Familien ab 6 Personen

Mit der Senkung des Grundbedarfs für Grossfamilien kann verhindert werden, dass für Mitglieder von grossen Familien gar kein Anreiz besteht eine Arbeit zu suchen. Von links bis rechts befürwortet man eine Kürzung in diesem Bereich und unterstützt die neuen SKOS-Richtlinien.

Anpassung der SKOS-Richtlinien im ganzen Land

Eine Vereinheitlichung der SKOS-Richtlinien ist aus Sicht der FDP und der SVP nicht sinnvoll. Ihrer Meinung nach müssten sich die Sozialhilfeansätze an den örtlichen Lebenshaltungskosten richten. Die anderen Parteien stützen das Argument der Regierung, die mit einer Vereinheitlichung den Sozialhilfetourismus verhindern will.

Rückzahlung von Hilfsmassnahmen

Aus Sicht der Grünen, soll auf die Rückzahlung von Sozialhilfe verzichtet werden, wenn jemand wieder eine Arbeit findet. Auch die FDP ist der Auffassung, dass dies je nach Fall demotivierend sein kann. Es solle jedoch von Fall zu Fall entschieden werden. Einzig die SVP ist hier der Auffassung, dass die Gemeinden in jedem Fall auf eine Rückzahlung bestehen sollten.