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Aargauer Kleinbrauereien machen auf sich aufmerksam
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.04.2020.
abspielen. Laufzeit 07:20 Minuten.
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Aargauer Craft-Beer-Szene Mini-Brauer gehen in die Offensive im «Feldschlösschen-Kanton»

Fritz Züger steht in einer ehemaligen Käserei, ausserhalb von Gränichen im Wynental. In der «Chäsi» schmeckt es aber nicht nach Käse, sondern nach Gerstenmalz. «Viele Leute sagen, es schmecke wie Ovomaltine», sagt Züger. Er führt gemeinsam mit einem Kollegen eine von rund 60 Mikro-Brauereien im Kanton Aargau.

Züger produziert seine «Rabenbrau»-Sorten in 500-Liter-Fässern. Im Schnitt produzieren die kleinen Brauereien rund 40'000 Liter Bier pro Jahr. Zum Vergleich: Die Brauereien der grössten Schweizer Bierproduzentin Feldschlösschen produzieren Schätzungen zufolge über 15 Millionen Liter pro Jahr.

Die Kleinen treten gemeinsam auf

Nun wollen die Aargauer Mikro-Brauer gemeinsam für ihre Nischenprodukte werben. Unter anderem ist ein gemeinsamer Auftritt an der Aargauer Messe in Aarau geplant (deren Durchführung aktuell noch für Mitte Mai vorgesehen ist). Einen Widerspruch zur regionalen Produktion und der Ausrichtung auf Nischenprodukte sieht Fritz Züger nicht.

«Bei diesen Messeauftritten sind jeweils sechs bis acht Mikro-Brauereien vertreten. Da gibt es wahrscheinlich schon zwanzig verschiedene Lager-Biere, und noch unzählige Spezialbiere. Wir konkurrenzieren uns gar nicht.» Die grosse Vielfalt sei es denn auch, welche die Mikro-Brauereien und ihre Biere so beliebt machen.

Lokal und digital

«Diese Entwicklung hat vor rund fünfzehn Jahren angefangen. Eine Ursache ist der Craftbeer-Trend aus den USA. Früher kannte man vor allem das Lager-Bier, inzwischen gibt es sehr viele verschiedene Herstellungsmethoden und Geschmacksrichtungen», erklärt Christian Weber von der Fachhochschule Nordwestschweiz, der sich mit Entwicklungen im Biermarkt befasst.

In der Schweiz sind rund 800 Mikro-Brauerein gemeldet. Der Aargau ist nach Zürich und Bern der drittgrösste Mikro-Brauereien-Standort im Land. Die Entwicklung scheint nicht aufzuhalten. Und wer weiss, vielleicht profitieren die Kleinbetriebe sogar von der aktuellen Coronakrise: Viele Menschen kaufen aktuell bewusst lokal ein. Und viele kleine Brauereien bieten ihre Biere auch online zum Verkauf an, zum Teil inklusive Lieferung.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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