Problem mit Abfall Aargauer Gemeinden müssen dutzende Mülldeponien sanieren

Die Untersuchungen der ehemaligen Deponien haben bereits mehrere Millionen Franken gekostet. Nun zeichnet sich ab, dass deren Sanierung weitere Millionen verschlingt – auch wenn es nur einen kleinen Teil der Deponien überhaupt betrifft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aargauer Gemeinden haben bisher 300 Kehrichtdeponien untersucht.
  • Bei 100 Deponien ist der Zustand zurzeit noch unklar.
  • Bei 30 Deponien ist sicher eine Sanierung nötig.
  • Beim Kanton geht man davon aus, dass noch etwa 10 dazu kommen.
  • Die Kosten der Untersuchungen dürften bei etwa 8 Millionen Franken liegen.
  • Die Sanierungen an sich könnten laut einer Schätzung etwa 6 Millionen kosten.
  • Die Kosten teilen sich die Gemeinden, der Kanton und Bund.

Bis ist die 1970er Jahre haben Gemeinden ihren Abfall am Dorfrand oder am Waldrand entsorgt. Nun zeigen Untersuchungen der Gemeinden, dass es mit vielen dieser Deponien Probleme gibt.

Bisher haben die Gemeinden 300 Deponien untersucht, von etwa 100 fehlen die Ergebnisse noch. Allerdings lässt sich bereits jetzt abschätzen, wie viele der ehemaligen Mülldeponien saniert werden müssen.

Ein Bagger und Gitter im Hintergrund. Im Vordergrund Erde Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dutzende Abfalldeponien im Aargau müssen saniert werden. (Symbolbild) Keystone

Zurzeit steht bei 30 fest, dass man sie nicht einfach sein lassen kann. Der Altlasten-Verantwortliche des Kantons Aargau, Peter Kuhn, rechnet am Schluss mit etwa 40 Deponien, welche saniert werden müssen.

Das Problem: Oft haben die Gemeinden den Abfall in kleinen Tälern entsorgt, an deren Sohle sich ein Bach befindet. Damit der Bach weiter ungehindert fliessen konnte, wurde eine Röhre verlegt. Doch manche diese Röhren sind nun defekt. Das heisst, der Bach fliesst nicht mehr durch die Röhre, sondern irgendwo durch. Dies kann die ganze Deponie destabilisieren, Hangrutsche sind möglich.

Teure Sanierungen

Um rutschende Deponien zu verhindern, müssen die defekten Röhren saniert werden. Dass man eine ganze Deponie ausbaggern müsse, gebe es dagegen bisher nicht, so Peter Kuhn. Aber auch so gehen die Sanierungen ins Geld. Kuhn schätzt die Kosten zurzeit auf etwa sechs Millionen Franken.

Noch teurer dürfte die ganze Untersuchung der Deponien zu stehen kommen. Hier rechnet der Altlasten-Verantwortliche mit etwa acht Millionen Franken. Genau lässt sich dies erst Ende Jahr sagen. Solange haben die Gemeinden noch Zeit, um ihre Deponien zu prüfen und mit der Sanierung zu beginnen. Ansonsten beteiligt sich der Kanton nicht mehr an den Kosten.