Zum Inhalt springen

Aargau Solothurn Aargauer Kantonsparlament entscheidet über Energie-Programm

Die Regierung will 8.5 Millionen Franken an Hausbesitzer verteilen, die Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen einbauen. Auch wer Energie spart, soll Geld erhalten. Die Bürgerlichen sprechen von Subventionitis, die Linke findet, es sei nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Die Regierung verlangt einen «Grosskredit» für das Förderprogramm Energie 2014 bis 2015. Aber so richtig gross ist dieser Kredit nicht, es sind «nur» 8.5 Millionen Franken, aufgeteilt auf zwei Jahre. Trotzdem gibt er zu reden.

Arbeiter montieren Photovoltaik-Panels
Legende: Arbeiter montieren Photovoltaik-Panels. Zukunft der Energieversorgung oder zu Unrecht geförderte Technologie? Keystone

Für Daniel Heller, Fraktionspräsident der FDP im Grossen Rat, ist überhaupt nicht klar, was man eigentlich will: «Man sollte zuerst mal definieren, was das Ziel ist. Geht es um CO2-Absenkung? Oder will man aus der Atomenergie aussteigen? Beides zusammen geht nicht.»

Heller hat die Situation in Deutschland vor Augen. Die Bundesregierung hat dort den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Mit grossen Mitteln wird nun die Solarenergie (Photovoltaik) und Windkraft gefördert. Die Bevölkerung bezahlt diese Energiewende mit diversen Umlagen auf den Strompreis. Die FDP Aargau will das Förderprogramm Energie deshalb kürzen.

Linke will mehr Geld

Ganz anders die Haltung der Linken. Für Dieter Egli, Co-Fraktionschef der SP im Grossen Rat, sind die 8.5 Millionen viel zu wenig. «Alternative Energie muss man fördern. Aus unserer Sicht müsste man noch viel mehr Geld dafür aufwenden.»

Egli nennt auch die Situation in Deutschland als Beispiel. Deutschland habe schon sehr viel Sonnen- und Windstrom produziert. Das Potenzial hierzulande sei noch längst nicht ausgeschöpft, findet er.