Aargauer Kantonspolizisten wehren sich gegen Sparmassnahmen

Um den Kantonshaushalt ins Lot zu bringen, schlägt die Aargauer Regierung auch Sparmassnahmen im Personalbereich vor. Diese stossen dem Verband Kantonspolizei Aargau sauer auf. Man sei bereit, sich zur Wehr zu setzen.

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Bildlegende: Die Gewerkschaft der Aargauer Kantonspolizisten verhält sich wie jede Gewerkschaft und protestiert gegen Sparmassnahmen. zvg/Kantonspolizei

Die Sparvorschläge der Aargauer Regierung beinhalten unter anderem den schrittweisen Abbau von Dienstaltersgeschenken oder die Reduktion von einzelnen Spesenentschädigungen. «Hinter vorgehaltener Hand spricht man auch von Lohnabbau und von Personalabbau», sagt Markus Leimbacher, Präsident des Verbandes Kantonspolizei Aargau.

«  Sinnvolle Sparmassnahmen sehe ich bei der Polizei derzeit nicht. »

Markus Leimbacher
Präsident Verband Kantonspolizei Aargau

Es sei daher wichtig, dass man die Öffentlichkeit und die Politiker aufrüttle, so Leimbacher. Der Verband sieht im Polizeibereich derzeit keine Sparmöglichkeiten. Der Kanton Aargau sei ein grenznaher und ein wachsender Kanton, da habe Sicherheit einfach ihren Preis.

Im Gespräch mit anderen Personalverbänden

Die vorgeschlagenen Sparmassnahmen der Regierung haben auch andere Personalverbände verärgert. Man sei mit anderen Verbänden im Gespräch, sagt Markus Leimbacher, ob «allenfalls entsprechende Massnahmen ergriffen werden sollen».

«  Für die Kantonspolizei kommt ein Streik nicht infrage. »

Markus Leimbacher
Präsident Verband Kantonspolizei Aargau

Es könnte durchaus sein, dass der Verband Kantonspolizei gemeinsam mit anderen Verbänden eine Demonstration veranstaltet, sagt Markus Leimbacher. Für genauere Aussagen dazu sei es aber noch zu früh.