Zum Inhalt springen

Aargau Solothurn Aargauer Kindsentführung: Vater im Visier der Staatsanwaltschaft

Im Kanton ist letzte Woche eine Grossmutter mit ihrer Enkelin untergetaucht. Das neunjährige Kind hätte zu ihrer Mutter nach Mexiko zurückkehren sollen. Nun zeigen Recherchen von «Schweiz aktuell», dass inzwischen auch der Vater des Mädchens im Visier der Staatsanwaltschaft steht.

Legende: Video Untersuchung gegen Vater von entführtem Kind abspielen. Laufzeit 2:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.05.2015.

Die zuständige Aargauer Staatsanwaltschaft habe gegen den Mann im Zusammenhang mit der Entführung seiner Tochter ein Strafverfahren eröffnet, sagte Sprecherin Fiona Strebel am Donnerstag gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» von SRF. Gegenstand der laufenden Ermittlungen seien die Rolle des Vaters bei diesem Fall sowie versuchte Nötigung.

Legende: Video Grossmutter versteckt Enkelin abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 20.05.2015.

Sein Mandant habe nichts mit dem Untertauchen zu tun, er wisse nicht, wo sich seine Tochter aufhalte, sagte der Anwalt des Vaters in der selben Sendung. Die Grossmutter des Kindes bzw. die Mutter des Vaters habe klar zu verstehen gegeben, dass sie dies auf eigene Verantwortung getan habe.

Bundesgericht hat Rückkehr angeordnet

Sie habe ihre Enkelin nicht entführt, hatte die Grossmutter am Mittwoch gegenüber der SRF-Sendung «Rundschau» gesagt. Das Mädchen habe sich selber zusammen mit ihr in Sicherheit bringen wollen. Sie habe dies zuerst als unmögliche Idee empfunden, sei dann aber von mehreren Seiten unterstützt worden.
Das Mädchen muss auf Geheiss des Bundesgerichts zu seiner Mutter nach Mexiko zurückkehren. Der Vater und die Grossmutter der Neunjährigen fürchten aber um das Leben des Kindes.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Tellenbach, Baden
    Das Kind hat mehrfach, auch gegenüber der Mutter, geäussert, in der Schweiz bleiben zu wollen. Warum wird der Wille des Kindes nicht höher gewertet vor Gericht? Das Bundesgericht hat das Mädchen nicht einmal angehört, sie ist erst 9 1/2 Jahre alt, Kinder werden vor dem Bundesgericht erst ab 10 Jahren befragt....Was für eine praxisfremde Regelung! Wieso legt die Justiz so viel Elan an den Tag, um ein Mädchen gegen ihren Willen zurück zu schaffen???
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Jeder Messerstecher wie Carlos kommt besser weg und noch besser wenn jemand Bängster ist, dann kann er tun und lassen was er will - die Bussen werden politisch gewollt vom Volk getragen. Die moralisch korrumpierte Rechtssprechung in der Schweiz taumelt wie ein Kreisel der an Schwung verloren hat. Warum wählen wir weiter die eingesessenen Grossparteien, damit der Kreisel ganz kippt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen