Aargauer Parteien unterstützen Ausbau der S-Bahnlinien

Die Aargauer Regierung möchte die Infrastruktur des S-Bahnnetzes für 163 Millionen Franken ausbauen. Alle Aargauer Parteien unterstützen den Vorschlag grundsätzlich. Mit den Details sind aber nicht alle einverstanden.

Rot-blauer Zug fährt durch grüne Landschaft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die S3 von Aarau Richtung Wetzikon soll durch den Ausbau der Infrastruktur im 30-Minuten-Takt fahren. Keystone

Wer mit dem Zug von Aarau nach Zofingen fährt, braucht dafür 30 Minuten. Mit dem Auto ist man deutlich schneller. Für dieselbe Strecke benötigt man lediglich 20 Minuten. Das soll sich jetzt ändern. Die Aargauer Regierung möchte das S-Bahnliniennetz ausbauen und so die Verbindung schneller machen. Kosten soll der Ausbau der Infrastruktur 163 Millionen Franken. Ein Viertel, also rund 40 Millionen Franken, soll der Kanton selber berappen. Die restlichen Kosten sollen zu Lasten der SBB und der Gemeinden gehen.

SVP: «Sicherheit geht vor»

Bei allen Aargauer Parteien kommt dieser Vorschlag grundsätzlich gut an. Mit den Details der Umsetzung sind aber nicht alle einverstanden.

Die FDP bemängelt, dass man nicht gleichzeitig auch ein neues Buskonzept entwickelt. Denn, wenn es mehr S-Bahnverbindungen gäbe, da brauche es auch mehr Anschluss-Busse. Was das für Folgekosten habe, gehe aus den Unterlagen der Regierung nicht hervor. Die SVP macht mich Sorgen um die Sicherheit. Es gäbe immer mehr gravierende Bahnunfälle im Aargau. Deswegen solle man besser erst das Sicherheitskonzept verbessern, bevor man die Infrastruktur ausbaue.

Das letzte Wort zum Ausbau der S-Bahn Infrastruktur hat der Grosse Rat. Er entscheidet Ende Jahr, ob er den Kredit von 40 Millionen Franken genehmigt. Der Ausbau der Infrastruktur soll 2015 beginnen und bis 2021 abgeschlossen sein.