Aargauer Regierung will Jugendlichen bei Lehrstellensuche helfen

Im Kanton Aargau erhalten Jugendliche, die schulische und soziale Probleme haben, seit sechs Jahren Hilfe bei der Suche nach einer Lehrstelle oder in der Berufsausbildung. Die Regierung will die Unterstützung weiterführen.

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Bildlegende: Eine fehlende Berufsausbildung stelle ein erhebliches Armutsrisiko dar, findet das Aargauer Bildungsdepartement. Keystone

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Fakten zum Thema

  • Im Aargau sind momentan 710 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren von der Sozialhilfe abhängig.
  • Case Management Berufsbildung des Kantons läuft seit 2009
  • Bislang Kosten von 4,5 Millionen Franken.
  • Regierungsrat möchte die Hilfestellung mit 4,8 Vollzeitstellen definitiv einführen.

Die Hilfe bei der Lehrstellensuche verhindere, dass junge Erwachsene in die Sozialhilfe rutschten. Der Regierungsrat rechnet für das Case Management Berufsbildung mit Kosten von 940'800 Franken pro Jahr. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Anhörungsbericht hervor.

Jugendliche sollen Unterstützung sowohl beim Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung als auch während der beruflichen Grundausbildung erhalten. Bei der Beratung und Begleitung gehe es darum, einen Ausbildungsabbruch möglichst zu vermeiden.

Eine fehlende Berufsausbildung stelle ein erhebliches Armutsrisiko dar, steht im Bericht des kantonalen Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS). Dies führe letztlich zu hohen Folgekosten in der Gesellschaft, weil die Arbeitslosenversicherung und die Sozialhilfe einspringen müssten.

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«Mini Lehr und ich» – Fünf Lehrlinge vor der grossen Prüfung

43 min, aus Mini Lehr und ich vom 6.7.2015