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Aargau Solothurn Abbau der Gisliflue ist für Auensteiner Bevölkerung Tabu

Die Fabrik Jura Cement im Aargau hat den Auensteiner Hausberg Gisliflue als mögliches neues Abbaugebiet im Visier. Für die Bevölkerung ist jedoch klar: Über diesen Standort lässt sie nicht mit sich reden.

Grafik die simuliert, wie das Abbaugebiet 2080 aussehen würde. Auf der Gislifluh fehlt ein Stück.
Legende: So würde die Gisliflue 2080 aussehen, wenn Kalk und Mergel wie geplant abgebaut werden würde. ZVG

Gegen 100 Personen haben sich am Montagabend in der Turnhalle Auenstein über die Pläne der Jura Cement informiert. Der Informationsabend der Gemeinde diente auch der Meinungsbildung innerhalb der Bevölkerung und diese war schnell gemacht: Der Kalk- und Mergelabbau an der Gisliflue wurde von verschiedenen Votanten als unmöglich bezeichnet.

Hausberg Gisliflue in Auenstein ist sehr beliebt

Die Gisliflue ist als Hausberg der Gemeinde Auenstein sehr beliebt. «Die Gisliflue ist ein Naherhohlungsgebiet. Wir müssen nicht in die Berge fahren, denn wir haben unseren eigenen Berg vor Türe», erklärte Max Roth, einer der Anwesenden, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF.

Auch für viele andere kam der Vorschlag der Jura Cement einem Tabubruch gleich. Der Auensteiner EVP-Grossrat Sämi Richner meint: «Auenstein hat schon 100 Jahre Hand geboten für den Abbau. Irgendwann ist einfach fertig.» Viele Auensteiner haben den 772 Meter hohen Berg gern bekommen.

Jura Cement will in der Region bleiben

Grafik zur aktuellen Situation.
Legende: Die Gisliflue in ihrem aktuellem Zustand. ZVG

Die Firma Jura Cement in Wildegg braucht dringend neue Abbaugebiete. Im bestehenden Steinbruch geht der Kalk und Mergel langsam aus. An der Gislifluh wäre hingegen genügend Material für die nächsten 50 bis 60 Jahre vorhanden, wie die Jura Cement erklärt.

Zudem liegt der 772 Meter hohe Berg nahe am Zementwerk Wildegg. In Auenstein überlegt man sich nun, der Jura Cement etwas entgegen zu kommen. Allenfalls könnte das bestehende Abbaugebiet nämlich ein wenig vergrössert werden.

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