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Langer Widerstand gegen Sackgebühr, doch: Der Abfall wurde weniger.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 23.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
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Abfall in Spreitenbach Mehr Recycling dank Abfallsackgebühr

Was ist neu? Im November 2018 beschloss die Gemeindeversammlung von Spreitenbach, dass eine Kehrichtsackgebühr eingeführt wird. Seit Anfangs Monat dürfen in Spreitenbach nun ausschliesslich gebührenpflichtige Abfallsäcke für das Entsorgen von Hausabfällen verwendet werden. Spreitenbach ist somit die letzte Aargauer Gemeinde, die eine verursachergerechte Abfallgebühr eingeführt hat.

Wie wirkt sich die Gebühr aus? Wie ein Bericht der Zeitung «Limmatwelle» zeigt, ist mit der Einführung der Sackgebühr die Abfallmenge um mehr als die Hälfte zurückgegangen. «Es ist normal, dass rund 40 Prozent weniger im gewöhnlichen Abfall landet, sobald es eine Sackgebühr gibt» erklärt Thomas Meier von der Firma Obrist Transport + Recycling, die in Spreitenbach den Abfall einsammelt. Er rechne damit, dass sich der Wert auch in Spreitenbach in etwa dort einpendle.

Wie wird Abfall eingespart? Eine Sackgebühr ist eine grosse Motivation für eine bessere Abfalltrennung. Wenn das Entsorgen nichts oder nur wenig kostet, dann wird viel öfters auch Glas und Papier im normalen Abfall entsorgt. Das ändert sich meist, wenn eine Gebühr auf Abfallsäcken eingeführt wird.

Voller Müllcontainer
Legende: Die Container in Spreitenbach waren die einzigen der Deutschschweiz, die noch Säcke ohne Sackgebühren beinhalteten. SRF

Halten sich alle an das neue Konzept? Noch verwenden nicht alle Spreitenbacher die korrekten Abfallsäcke. Teilweise werden noch alte Müllsäcke verwendet und es gibt auch illegale Entsorgungen, etwa bei öffentlichen Abfalleimern, heisst es auf Anfrage. Diesem Treiben will die Gemeinde mit hohen Bussen aber einen Riegel vorschieben.

Weniger Abfall gleich weniger Einsammeln? Aktuell wird in Spreitenbach der Abfall an zwei Wochentagen eingesammelt. Sollte sich die Abfallmenge aber auf einem wesentlich tieferen Stand einpendeln, werde man diesen Rhythmus überdenken und vielleicht nur noch an einem Tag pro Woche den Aball einsammeln, so die Gemeinde.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schwarb  (Schwarb Walter)
    Das beweist doch wieder einmal, dass es meistens nichts nützt, an die Vernunft der Menschen zu appellieren, man muss sie über das Portemonnaie zum Glück zwingen. CHF 1.-- für jeden Plastiksack im Supermarkt, und schlagartig würde dieser Unsinn verschwinden, um ein weiteres Beispiel zu nennen.
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    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Was ist da Unsinn an einem Plasticsack im Supermarkt? Der endet ja, meist nach mehrfachem Gebrauch in der Kehrichtverbrennungsanlage und produziert dort Strom und Fernwärme. - Diese Diskussion ist doch ein Nebengeleise der wirklichen Probleme, über die man primär reden sollte.
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