Adressstreit Bözberg: Ortsteil Linn muss mit neuen Adressen leben

Seit der Fusion von Linn, Gallenkirch, Unter - und Oberbözberg zur Gemeinde Bözberg gibt es Streit um die neuen Adressen im Ortsteil Linn. Ein Initiativ-Komitee versuchte bereits einmal die alten Adresse in Linn wieder einzuführen. Nun ist das Komitee an der Gemeindeversammlung wieder abgeblitzt.

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Bildlegende: Der Adress-Streit in der Fusionsgemeinde Bözberg gab dieses Jahr zu reden. Nun könnte er zu Ende sein. Keystone

Anfang 2013 haben die Gemeinden Linn, Gallenkirch, Oberbözberg und Unterbözberg fusioniert und dadurch eine gemeinsame Adresse erhalten: 5225 Bözberg. Damit waren die Linner nicht einverstanden, sie wollten ihre alten Anschriften behalten. Ein längerer Streit brach aus. Nun könnte er vorbei sein.

An der gemeinsamen Gemeindeversammlung sind sie im Frühling mit diesem Begehren gescheitert. Als Folge eskalierte der Bözberger Adress-Streit, sogar eine Beschwerde beim Kanton folgte. Im Juni haben sich das Initiativkomitee und die Gemeinde Bözberg gemeinsam mit dem Kanton auf einen Kompromiss geeinigt.

Eine neue Initiative solle den Streit beenden. Diese wurde gemeinsam mit dem Kanton ausgearbeitet. Am Mittwochabend hat die Gemeindeversammlung entschieden. Mit 184 zu 101 Stimmen hat sie die Initiative abgelehnt. Die Diskussion sei sachlich gewesen, teilte die Gemeinde mit.

Das könnte den Schlussstrich unter den Adress-Streit in der Gemeinde Bözberg bedeuten. Zwar unterliegt der Entscheid dem fakultativen Referendum. Das Initiativ-Komitee hat sich aber gegenüber der Gemeinde aber auch dem Kanton verpflichtet, den Entscheid der Gemeindeversammlung zu akzeptieren.