Alte Wasserleitungen belasten die Gemeindekassen

Der Winter macht vielen Leitungen im Boden zu schaffen. Es gibt in letzter Zeit etliche Rohr-Brüche in der Region, wie die Aargauer Zeitung berichtet. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass viele Leitungen schon recht alt sind – eine Hypothek für Gemeindekassen und Hausbesitzer.

Rohrbruch, Loch im Boden, zwei Feuerwehrmänner blicken hinab Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wegen alter Wasserleitungen häufen sich Rohr-Brüche, auch in der Region Aargau-Solothurn. Keystone

Wenn Wasserleitungen in den Gemeinden in die Jahre kommen, dann kann das für die Gemeinde sehr teuer werden. Ein Beispiel dafür ist Beinwil am See. Die Aargauer Gemeinde wird in den nächsten Jahren gleich einen Drittel aller Frisch- und Abwasserleitungen erneuern oder sanieren müssen.

Rohrleitungen aus Plastik auf Baustelle Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neue Leitungen in den Boden zu legen ist teuer. Das spürt das aargauische Beinwil am See besonders. Keystone

«Das wird die Gemeinde einen Millionenbetrag in zweistelliger Höhe kosten», rechnet Matthias Räber vor, der in Beinwil als Gemeinderat für das Ressort Wasser zuständig ist. Einen solchen Betrag kann die Gemeinde nicht alleine zahlen.

Gemeinde bittet die Hauseigentümer zur Kasse

Die Kosten werden über die nächsten 15 Jahre und auf viele Köpfe verteilt. Die Gemeinde hat nämlich die Gebühren erhöht: Ein Kubikmeter Frisch- oder Abwasser kostet nicht mehr fünf Franken, sondern gut sechs. Damit baut sich die Gemeinde ein Polster auf, um die anstehenden Kosten stemmen zu können.

Auch das reicht aber nicht aus, erklärt Matthias Räber. Auch die Hauseigentümer in Beinwil werden stärker zur Kasse gebeten.

Ein Beispiel: «Wenn Leitungen vergrössert werden müssen, weil die Kapazität zu klein ist, muss der Hauseigentümer bis zu 70 Prozent der Kosten bezahlen», erklärt Räber. Der Grossteil der Kosten gehe aber immer noch zu Lasten der Gemeinde, fügt der Gemeinderat an.